Nur die SPD will Pavillons
Bürgerbegehren: Mehrheit der Ratsfraktionen bleibt bei Nein zu Containern

Ostbevern -

Kaum haben die Schulpflegschaftsvorsitzenden der Annegarn- (JAS), Ambrosius- und Assisi-Schule ein Bürgerbegehren zur Raumsituation auf den Weg gebracht (WN,16.6.), da zeichnet sich schon ab, dass Gerburg Heßling, Sven Hage und Karin Große Inkrott mit ihrer Forderung, vorübergehend Pavillons an der JAS aufzustellen statt Klassenräume an den Grundschulen zu nutzen, nach wir vor auf Widerstand in den (meisten) Fraktionen stoßen werden.

Montag, 18.06.2012, 20:06 Uhr

Nur die SPD will Pavillons : Bürgerbegehren: Mehrheit der Ratsfraktionen bleibt bei Nein zu Containern
Immer wieder erweitert und doch zurzeit zu klein: Die Josef-Annegarn-Verbundschule kann in den nächsten Jahren nicht alle Klassen unterbringen. Die Eltern sind gegen eine Auslagerung von Klassenräumen. Foto: Biniossek

Ulrich Brandt (CDU): „Dies ist das zweite Bürgerbegehren . Das erste wurde bei der Suche nach einem Standort für die Assisi-Grundschule auf den Weg gebracht. Damals votierten die Bürger für den heutigen. Seinerzeit war eines der Argumente, dass die Schüler anderer Schulen bei vorübergehenden Engpässen kurze Wege zur Assisi-Schule hätten“. Angesichts der Tatsache, dass die fünfzügig ausgelegte Ambrosius-Schule zurzeit nur drei- und die dreizügig konzipierte Assisi-Schule zurzeit nur zweizügig sei, stünden dort rein rechnerisch Klassenräume leer, die vorübergehend genutzt werden könnten. „Container sind für uns keine Lösung“, so Brandt. Dr. Meinrad Aichner (FDP) spricht sich auch gegen Pavillons aus. Er verweist jedoch darauf, dass die Freien Demokraten gegen eine Nutzung von Klassenräumen der Grundschulen votiert hätten. Der FDP-Vorschlag laute: Rückbau des Selbstlernzentrums der Annegarn-Schule zu zwei Klassenräumen und Umbau der alten WC-Anlage. „Auch das kostet Geld. Es ist aber nicht so teuer wie das Aufstellen von Containern“, so Aichner. Dieser Lösung werde auch die FDP nach wie vor nicht zustimmen. Peter Eisel ( SPD ) sieht seine Fraktion gänzlich auf der Linie der Initiatoren des Bürgerbegehrens. „Wir und auch der Bürgermeister haben schon bei den Haushaltsberatungen Ende März die Meinung vertreten, dass Pavillons auf dem Hof der JAS die richtige Lösung sind. Leider war die Mehrheit im Rat anderer Auffassung“, so Eisel. Seinerzeit habe Joachim Schindler die Frage, ob das Geld für die Aufstellung der Unterkünfte auf Zeit im Haushalt für die kommenden fünf Jahre darstellbar sei, ohne in ein Haushaltssicherungskonzept zu rutschen, mit Ja beantwortet. Jochem Neumann (Grüne) ist anderer Meinung. Er sieht durch prognostizierte Gesamtaufwendungen für die Pavillon-Lösung in Höhe von rund 168 000 Euro auf fünf Jahre sehr wohl ein Haushaltssicherungskonzept als Damoklesschwert über der Gemeinde schweben. Damit würden dann „alle freiwilligen Leistungen auch an Vereine infrage gestellt“, so Neumann. Leider seien andere Vorschläge von Eltern und Lehrern nicht aufgenommen worden. „Sowohl die Ambrosius- als auch die Assisi-Schule ist zu Fuß von den Schülern in wenigen Minuten zu erreichen“, so Neumann. In Münster zum Beispiel sei die Nutzung von Räumen anderer Schulen gang und gäbe. „Warum soll das in Ostbevern nicht funktionieren?“, fragt der Grüne, der der Aufstellung von Containern keinesfalls zustimmen will.

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