Alternative zur Wischhausstraße im Gespräch
Drogeriemarkt doch im Ortskern?

Ostbevern -

Es könnte eine gute Nachricht für alle sein, denen ein Drogeriemarkt im Zentrum der Bevergemeinde lieber wäre als am Ortsrand: Die Gemeinde denkt über einen möglichen Alternativstandort nach. Nachdem die Frye Immobilien GmbH & Co. KG einen Bauantrag für ein Grundstück zwischen dem “K + K“-Markt und dem Rathaus gestellt hat, könnte auch eine Ansiedlung dort möglich sein.

Mittwoch, 31.10.2012, 20:10 Uhr

Ein Drogeriemarkt im Zentrum der Bevergemeinde? Lange sah es so aus, als würde das, was sich viele Bürger wünschen, ein Traum bleiben. Die Ansiedlung eines solchen Unternehmens an der Wischhausstraße schien die einzige Alternative zu sein. Nachdem Mitte September die Frye Immobilien GmbH & Co. KG ihren Hut in den Ring geworfen und eine Bauvoranfrage für ein Wohn- und Geschäftshaus auf dem Areal zwischen “K + K“ und dem Rathaus gestellt hat (WN berichteten), sieht es anders aus. Politk und Verwaltung sind bereit, auch diese Variante in ihre Überlegungen einzubeziehen. Ulrich Brandt ( CDU ) machte am Dienstagabend im Umwelt- und Planungsausschuss deutlich, dass „ein Drogeriemarkt im Bereich des Rathausparkplatzes“ sogar besser untergebracht sei als am Ortsrand. Auch Peter Eisel (SPD), Dr. Meinrad Aichner ( FDP ) und Werner Stratmann (Grüne) plädierten als Vertreter ihrer Fraktionen dafür, beide Möglichkeiten parallel zu betrachten.

Wie Bürgermeister Joachim Schindler im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten erklärte, muss im Bereich der Wischhausstraße der Bebauungsplan geändert werden, soll dort ein Drogeriemarkt entstehen. Die sogenannten Träger der öffentlichen Belange (Kreis, IHK, Handwerkskammer etc.) seien bereits beteiligt worden. Als zweiter Schritt stehe die Anhörung der Anwohner und Firmen an, deren Bedenken und Anregungen in den Abwägungsprozess einfließen müssen.

Im Zusammenhang mit einer Bauvoranfrage des Investors Frye Immobilien für ein Wohn- und Geschäftshaus auf dem Grundstück zwischen Schulstraße und Am Rathaus hätten nicht nur das Bauamt in Warendorf, sondern auch Anwohner Bedenken geäußert, berichtet der Verwaltungschef weiter. Unter anderem gehe es dabei um die Geschossflächenzahl und die Einrichtung von Stellplätzen. Diese Punkte könnten aber voraussichtlich durch geringfügige Umplanungen seitens der Frye Immobilien und in Gesprächen mit den Anwohnern ausgeräumt werden.

Im Umwelt- und Planungsausschuss plädierte der Bürgermeister dafür, sich zurzeit nicht auf eine Variante festzulegen sondern die Planungen für beide Bauvorhaben (Wischhausstraße und Am Rathaus) weiterzuverfolgen. Die Mehrheit der Politiker schloss sich dieser Meinung an. Peter Eisel: „Damit verbauen wir uns keinen der beiden gangbaren Wege.“ August Löckener (CDU) regte an, „an beiden Orten auch für die Ansiedlung anderer Geschäfte offen“ zu sein, und auch Manfred Läkamp (FDP) war dafür, die einzelnen Varianten zu überdenken, „zumal IHK, Handwerkskammer und Bezirksregierung“ Bedenken gegenüber dem Standort Wischhausstraße geäußert hätten.

Wie Joachim Schindler gestern erklärte, wäre es ihm am liebsten, unter Beteiligung vieler „einen Masterplan“ für den Bereich Am Rathaus zu schaffen, der die Belange sowohl der Bürger als auch der Geschäftsleute in der Bevergemeinde berücksichtige.

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