Grüne wollen neue Einnahmequellen schaffen
„Nicht Investitionen sind das Problem“

Ostbevern -

Ostbevern. Die Haushaltsrede von Jochem Neumann (Grüne) beschränkte sich nicht auf das Wiederspiegeln von Zahlen. Der Ratsherr regte auch an, neue Einnahmequellen für die Gemeinde zu erschließen, wie zum Beispiel die Beteiligung an einer Betreibergesellschaft für einen Windpark.

Freitag, 15.03.2013, 20:03 Uhr

Auch Jochem Neumann (Grüne) verschwieg nicht, dass der Haushaltsentwurf 2013 ein Defizit in Höhe von knapp drei Millionen Euro aufweist. „ Ostbevern hat einen Schuldenstand von 6,9 Millionen Euro, das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 659 Euro“, erklärte er. Doch dürften Sparüberlegungen nicht dazu führen, „unsere erstklassige Infrastruktur zu gefährden“. Nur mit einer solchen überzeuge die Gemeinde im Wettbewerb der Kommunen, ist sich Neumann sicher.

Die Investitionen seien nicht das Problem der Gemeinde, so der Fraktionsvorsitzende weiter. Man müsse Einnahmen generieren. Eine Beteiligung an einer Betreibergesellschaft eines Windparks könne eine lohnenswerte Alternative sein. „Warum überlassen wir es privaten Anlegern, Geld zu verdienen? Ein Blick nach Saerbeck, zum dortigen Energiepark, weist uns den richtigen Weg.“

Eine Haushaltsrede , so Neumann, zeichne sich nicht allein durch das Widerspiegeln von Zahlen aus. Es gelte, auch andere Themen anzusprechen: „ BSE , Gammelfleisch, Pferdefleisch, Gift im Tierfuttermittel“. Angesichts sich häufender Skandale um illegale Praktiken in der Tierwirtschaft müsse Ostbevern „Flagge zeigen“, wenn zum Beispiel ein Hähnchenmastbetrieb seine Kapazitäten auf 2,6 Millionen Tiere im Jahr erweitern wolle, auch wenn diese Angelegenheit vom Bund geregelt werde. „Wir wollen weiterhin die bäuerliche Landwirtschaft, wie sie in die münsterländische Parklandschaft eingebunden ist.“

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