Ostbevern erhält Auszeichnung zur „Fair-Trade-Gemeinde“
Nicht auf Lorbeeren ausruhen

Ostbevern -

Gerade einmal zwei Jahre hat es gedauert. Jetzt konnten Initiatoren, Gemeinde und zahlreiche Beteiligte die Auszeichnung als „Fair-Trade-Gemeinde“ entgegen nehmen. Begleitet von Trommelklängen feierte man die Honorierung, die von nun an für zwei Jahre Gültigkeit hat.

Freitag, 12.07.2013, 10:07 Uhr

Das große Engagement der Initiatoren, die für die Benennung Ostbeverns zur Fair-Trade-Gemeinde gekämpft haben, wurde am Mittwoch ausgezeichnet. Manfred Holz , Ehrenbotschafter der Organisation Fair Trade Deutschland , hatte bei seiner Ankunft die Belohnung im Gepäck. Mit der Übergabe der Urkunde haben es die Beteiligten von ihm schriftlich bekommen: Die Gemeinde Ostbevern ist der 173. Ort Deutschlands, der sich Fair-Trade-Gemeinde nennen darf. In einer Feierstunde vor dem Rathaus wurde die Verleihung am Mittwoch begangen.

Julian Schütte, örtlicher Klimaschutzbeauftragter, konnte nach einer musikalischen Einleitung durch die Trommelgruppe „Black Man Group“ von Frank Thörner rund 50 Besucher begrüßen. Margret Dieckmann-Nardmann erinnerte die Anwesenden an den Hintergrund der Bemühungen, Fair-Trade-Gemeinde werden zu wollen. So mussten mehrere Voraussetzungen erfüllt werden, um das Ziel zu erreichen. Unter anderem galt es dabei, eine Vielzahl an Unternehmen, Vereine und Gruppen als langfristige Nutzer von Fair-Trade-Produkten zu gewinnen. „Es wird damit ein konkretes Zeichen gesetzt für eine gerechtere Welt,“ so die Initiatorin. Das Siegel stehe dafür, faire Arbeitsbedingungen und gerechten Lohn in Entwicklungsländern zu unterstützen. Seit über 30 Jahren fördere die hiesige evangelische Kirchengemeinde den fairen Handel, St. Ambrosius schloss sich an. Das Team des Eine-Welt-Ladens hat im November 2011 die Kampagne „Fair Trade Gemeinde“ aufgegriffen und war gleich auf positive Resonanz gestoßen. Nach der Bildung einer Steuerungsgruppe habe man daran arbeiten können, die Kriterien für die Auszeichnung zu erfüllen. Dies geschah in den vergangenen Monaten, nach der Prüfung konnte nun gefeiert werden. Margret Dieckmann-Nardmann dankte allen, die dazu beigetragen haben.

Gratulationen kamen von Joachim Schindler , selbst Mitglied der Steuerungsgruppe. Die Urkunde sei ein „Zeichen dafür, dass wir schnell und richtig handeln können“, so der Gemeindevorsteher. Immerhin dauerte der gesamte Ablauf keine zwei Jahre. Besonders wichtig sei neben der schriftlichen Bestätigung, dass das Bewusstsein geschärft werde und „man Verantwortung für andere übernimmt,“ meinte Schindler.

„My fair ladys und gentleman“, richtete Manfred Holz das Wort an die Besucher. Sehr beeindruckt sei er gewesen vom „fairen Handel, der hier schon vor Jahren enorme Kräfte hatte,“ so der Redner. „Sie leisten einen nachhaltigen Beitrag für gerechte Lebens- und Arbeitsbedingungen.“ Nach einem Beitrag einiger Kistentrommler wurde die Festtagstorte von Margret Dieckmann-Nardmann und Joachim Schindler angeschnitten.

Auf ihren Lorbeeren werden sich die örtlichen Fair-Trade-Organisatoren nicht ausruhen wollen. Auch wenn sie sich jetzt erst einmal zufrieden zurücklehnen könnten, werden sie sich weiter mit der Thematik beschäftigen. Nicht nur mit ihrer Arbeit im Eine-Welt-Laden. „Es bleibt unsere Aufgabe, die Informationen weiterzugeben und das Bewusstsein für den gerechten Handel zu stärken“, erläuterte Margret Dieckmann-Nardmann ihr Ziel.

Spätestens in zwei Jahren wird es eine Überprüfung geben, ob die Gemeinde das Fair-Trade-Siegel behalten wird.

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