Ökoprofit-Zertifikat
Für die Umwelt

Ostbevern -

Die Umwelt profitiert durch die Reduzierung von Emissionen und Abfällen, Kosten werden gesenkt, die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt und Arbeitsplätze gesichert – kurz Ökoprofit. Mit diesem Zertifikat wurden jetzt Unternehmen im Kreis Warendorf ausgezeichnet. Darunter auch drei Betriebe aus Ostbevern.

Donnerstag, 21.11.2013, 07:11 Uhr

Ressourcen einsparen, Energien effizient nutzen und Kosten minimieren – dass sie dies erfolgreich können, bekamen örtliche Betriebe nun zertifiziert. Insgesamt elf Firmen und Unternehmer im Kreis Warendorf konnten am Dienstag im Hof Beverland die Urkunden des Projekts „ Ökoprofit “ entgegen nehmen. Darunter drei Ostbeverner Firmen: Friwo Gerätebau, Dirk Boll Eventveranstalter Beverland und Westeria Fördertechnik hatten durch viel Engagement ihr Umweltbewusstsein unter Beweis gestellt.

Auf einen gemeinsamen Nenner brachte Landrat Dr. Olaf Gericke das Programm des Ökoprofit-Projekts, das sich durch einen Gewinn für zahlreiche Parteien auszeichne. So profitiere die Umwelt durch die Reduzierung von Emissionen und Abfällen, wie auch der Schonung von Wertstoffen, was mit der einhergehenden Kostensenkung auch als Gewinn für die Unternehmer zu verbuchen sei. Die Wettbewerbsfähigkeit würde gestärkt und Arbeitsplätze gesichert.

Die Unternehmen nutzten die Veranstaltung, um einiger ihrer Maßnahmen vorzustellen. Die Eventveranstalter Dirk Boll etwa reduzierte Dank optimierter Beleuchtung und stromsparender Bürotechnik den CO²-Ausstoß um etwa zwei Tonnen pro Jahr und sparte 3500 Kilowattstunden Strom. Den Papierverbrauch senkte der Unternehmer um 30 Prozent. Weitere Umstellungen, zum Beispiel im Bereich Wasserverbrauch, sind geplant, erklärte Boll.

Das Umweltprogramm des Ökoprofits setzt Friwo durch Umstellung von Stickstoff- auf Drucklufttechnik um. Daneben werden unter anderem auch Stromeinsparungen durch eine neue LED-Außenbeleuchtung erzielt. Weitere Ideen befinden sich in der Planung. Insgesamt konnte Friwo so den jährlichen Energieverbrauch um 330 500 Kilowattstunden reduzieren, was für den Klimaschutz eine Erleichterung von 189,7 Tonnen CO² bedeutet.

Neben Mitarbeiterinformationen zum Thema Stromsparen setzt das Unternehmen Westeria auf die Umstellung auf Induktionsleuchten, der Reduktion des Luftaustausches an Rolltoren, dem Abschalten überflüssiger Beleuchtung und der Reduktion der Wasserdurchflussmengen im Sanitärbereich. Zu Buche schlagen diese Maßnahmen mit einer Energieeinsparung von 87 749 Kilowattstunden und 50,3 Tonnen CO². Ganze 449 Kubikmeter Wasser weniger wurden verbraucht.

Um das Umweltprogramm umsetzen zu können, waren nicht immer große Investitionen notwendig, manchmal reichten auch einfache Sparideen, wie Dr. Olaf Gericke berichtete. „Wirkung erzielten alle Maßnahmen“, so der Landrat.

Auch die Ostbevener Firmen waren begeistert vom Programm Ökoprofit. „Es ist gut, mal weit über den eigenen Tellerrand hinwegzuschauen“, sagte Christian Gerlach (Westeria). 2014 wird es erneut das Projekt Ökoprofit geben.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2050120?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F129%2F1792494%2F2137367%2F
Nachrichten-Ticker