Hospizkreis: Christoph Gilsbach zeigt, dass Humor in der Sterbebegleitung möglich ist
Kunst der freundlichen Augenblicke

Ostbevern -

Humor in der Sterbebegleitung war jetzt das Thema beim Hospizkreis. Christoph Gilsbach zeigte, dass man dem Tod nicht immer mit Weinen begegnen muss, sondern dass auch durchaus mal gelacht werden darf.

Samstag, 08.11.2014, 07:11 Uhr

Christoph Gilsbach band die Besucher mit ein, verteilte rote Nasen und wagte sogar ein Tänzchen.
Christoph Gilsbach band die Besucher mit ein, verteilte rote Nasen und wagte sogar ein Tänzchen. Foto: Reinker

Dem Thema statt mit Weinen sondern mit Lachen zu begegnen, ist erst einmal unvorstellbar. Dass manche Aspekte des letzten Lebensabschnitts dennoch amüsiert betrachtet werden können, zeigte Christoph Gilsbach am Donnerstagabend. „Humor in der Sterbebegleitung “ hieß das Thema, zu dem er auf Einladung des Hospizvereins sprach. Über 30 Besucher verfolgten mit großem Interesse dem intensiven und lebhaften Vortrag in der evangelischen Kirche.

Für den Hospizkreis sei diese Vorstellung etwas ganz besonderes, meinte Hildegard Tünte-Poschmann zur Begrüßung. „Vielleicht kann man den schweren Seiten des Lebens gelegentlich auch etwas Positives abgewinnen“, so die Vereinsvorsitzende. Einen Balanceakt zwischen Tod und Humor wagte der Pantomime Gilsbach, der unter anderem auch als Klinik-Clown „Professor Spaghetti“ aktiv ist. „Wir sprechen hier nicht über den Knall-Clown, sondern über die Feinheiten des Humors.“ Dass es Möglichkeiten gibt, den Prüfungen, die das Leben für jeden Einzelnen bereithält, mit einem Augenzwinkern entgegenzutreten, zeigte Gilsbach. Ganz persönliche Eindrücke gab er dabei preis – etwa der Tod seines Vaters oder die Beerdigung eines Kindes. Was eine Clownsnase („Die kleinste Maske der Welt“) bewirken kann, lernten die Besucher im Selbstversuch. Denn Christoph Gilsbach versorgte seine Zuhörer mit den roten Kugeln. Und die Gäste bemerkten sogleich einen positiven Stimmungswechsel. Gilsberg suchte ganz konkret den Kontakt zum Publikum, wagte ein Tänzchen mit einer Zuhörerin und führte kurze Interviews zum Leben nach dem Tod.

Auch nach der Pause stand der Humor eindeutig im Vordergrund. Er berichtete über die Kunst der freundlichen Augenblicke und wie die Magie des Humors den Blick auf ernste Themen verändern kann.

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