Gesprächskonzert mit Professor Clemens Rave in der Loburg
„Wunderkinder komponieren“

Ostbevern -

Pianist Professor Clemens Rave besuchte jetzt Schüler der Loburg, um mit ihnen über musikalische Wunderkinder zu sprechen. Werke von Mozart, Beethoven, Chopin und Liszt aus den Anfangsjahren brachte er am Klavier zu Gehör und verwunderte damit so manchen Schüler, denn die Stücke hatten alle einen hohen Schwierigkeitsgrad.

Donnerstag, 20.11.2014, 07:11 Uhr

Professor Clemens Rave war bei den 5. und 6. Klassen der Loburg zu Gast und sprach mit den Schülern über musikalische Wunderkinder.
Professor Clemens Rave war bei den 5. und 6. Klassen der Loburg zu Gast und sprach mit den Schülern über musikalische Wunderkinder. Foto: Kunert

Pianist Professor Clemens Rave besuchte jetzt die Schüler der Jahrgangsstufen fünf und sechs der Loburg , um mit ihnen über musikalische Wunderkinder zu sprechen.

Zunächst mussten die Kinder die Zeit für das erste Klavierstück stoppen. „Eine Minute, 35 Sekunden“, antwortete ein Schüler selbstbewusst und Rave bekannte, dass er für den Minutenwalzer von Chopin damit wohl zu lange gebraucht habe. Im weiteren Verlauf beleuchtete der Pianist das biografische Umfeld von Mozart und gab weitere Infos und Anekdoten zu den Kompositionen. Dabei verstand er es, das Vorwissen der Schüler gut in seinen Vortrag einzubinden. Vielen war bekannt, dass Mozart mit vier Jahren bereits anfing zu komponieren. Neu war den meisten, dass dieser in den jungen Jahren vorwiegend in freudigen und strahlenden Dur-Tonarten schrieb, während er sein erstes Stück in eher düsterem Moll im Alter von sieben Jahren nach einer schweren Krankheit auf einer Reise nach Holland komponierte.

Rave brachte viele frühe Kompositionen von Beethoven, Chopin und Liszt auf dem Flügel zu Gehör. Die Schüler wunderten sich sehr über den hohen Schwierigkeitsgrad dieser Stücke und die pianistischen Fähigkeiten, die diese Komponisten bereits im Alter von sieben bis zwölf Jahren besaßen.

Besonders hellhörig und interessiert zeigten sich die Schüler, als Rave mit diversen bekannten Filmmusiken von James Bond , Fluch der Karibik und anderen die Aufmerksamkeit auf sich zog.

Weniger bekannt war dagegen der Komponist Korngold, dessen Filmmusik sogar durch zwei Oskars ausgezeichnet wurde. Korngold schrieb im Alter von zwölf Jahren bereits virtuose Werke, die kaum spielbar waren. Clemens Rave präsentierte am Ende Korngolds Vertonungen der Märchen „Rübezahl“ und „Schneewittchen“. Auf Raves Frage, wer von den Schülern schon eigene Musik komponiert habe, meldeten sich zwei Mutige. Vielleicht treten sie einmal in die Fußstapfen von Mozart und Co.

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