Veränderung der Bestattungskultur
Große Gräber sind nicht mehr gefragt

Ostbevern -

Auch in Ostbevern gibt es einen Trend in Richtung Urnenbestattungen. Dennoch gibt es auf dem kirchlichen Friedhof nach wie vor zahlreiche große Familiengrabstätten mit bis zu acht Plätzen.

Samstag, 22.11.2014, 08:11 Uhr

Auf dem Ostbeverner Friedhof gibt es Gräber mit bis zu acht Plätzen.
Auf dem Ostbeverner Friedhof gibt es Gräber mit bis zu acht Plätzen. Foto: Allendorf

Früher waren Gräber mit acht und mehr Plätzen selbstverständlich, schließlich waren die Familien groß und alle Mitglieder sollten auch einen gemeinsamen Platz zur letzten Ruhe finden. Auf vielen Friedhöfen, geht der Trend inzwischen zu kleineren Gräbern. In Ostbevern gibt es sie noch, die großen Gruften. Und mindestens 50 Prozent davon seinen noch in Familienbesitz, schätzt Friedhofsgärtner Ludger Preckel . „Diese Gräber werden seit der ersten Nutzung von den Angehörigen gepflegt“, weiß Preckel. „Früher war es selbstverständlich, dass die Nachfahren die Gräber gepflegt haben.“

Seit Anfang der 1930er Jahre werden die Verstorbenen der Bevergemeinde auf dem Friedhof an der Westbeverner Straße beigesetzt. Ein Ort der Trauer, aber auch ein Ort der Begegnung. So erlebt Ludger Preckel immer wieder, dass sich Trauernde gegenseitig Halt geben. Er erzählt von zwei Frauen, die eine verlor ihren Ehemann, die andere ihre Mutter. Immer wieder träfen sich die beiden auf dem Friedhof, kümmerten sich um die Gräber und spendeten sich gegenseitig Trost. „Ich glaube es ist wichtig, dass man einen Ort hat, an den man gehen kann“, sagt Preckel. Auch wenn sich die Bestattungskultur auch in Ostbevern ändere.

So sei in den vergangenen Jahren in der Bevergemeinde zu erkennen, dass die Zahl der Urnenbestattungen steige. Langsamer zwar als vielleicht in anderen Kommunen, aber eine kontinuierliche Steigerung. Die Gründe dafür sind in Preckels Augen unterschiedlich. „Mit kleineren Gräbern hat man weniger Arbeit“, ist eine seiner Vermutungen.

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