400 Musikinteressierte besuchen Konzert in der Ambrosius-Kirche
Schwebendes Gloria

Ostbevern -

„Das sind Stücke, die geschrieben sind, um die Wirklichkeit Gottes mit der Musik in Verbindung zu bringen“, sagte Pfarrer Michael Mombauer und verwies auf das folgende Konzert der Capella Loburgensis. Der Ostbeverner Chor präsentierte zusammen mit Partnerchören Antonin Dvořák‘s Te Deum opus 103 und Anton Bruckner‘s Messe f-Moll Nr. 3.

Montag, 24.11.2014, 06:11 Uhr

Ein gelungener Auftritt: Die Capella Loburgensis, der Musik-Verein Oelde und der städtische Musikverein Paderborn wurden von der Nordwestdeutschen Philharmonie begleitet. Gemeinsam zogen sie die rund 400 Besucher in ihren Bann.
Ein gelungener Auftritt: Die Capella Loburgensis, der Musik-Verein Oelde und der städtische Musikverein Paderborn wurden von der Nordwestdeutschen Philharmonie begleitet. Gemeinsam zogen sie die rund 400 Besucher in ihren Bann. Foto: Reinker

Wenig erstaunlich war es, als am Freitag immer mehr Besucher in die Ambrosius-Kirche strömten. Denn wenn Matthias Hellmons zu klassischen Konzerten einlädt, ist ein ganz besonderer Abend garantiert. Rund 400 Musikinteressierte fanden den Weg zu Antonin Dvořák ‘s Te Deum opus 103 und Anton Bruckner ‘s Messe f-Moll Nr. 3, die gemeinsam von der Capella Loburgensis und ihren Partnerchören , dem Musik-Verein Oelde und dem städtischen Musikverein Paderborn, unter der instrumentalen Begleitung der Nordwestdeutschen Philharmonie aufgeführt wurde. Namhafte Solisten komplettierten das Konzert, des Kulturforums Ostbevern .

Die Auswahl der Stücke stimmte nicht nur die Besucher erwartungsvoll. Auch Pfarrer Michael Mombauer, der als Hausherr einige Worte an das Publikum richtete, freute sich auf die bevorstehenden Stunden. „Das sind Stücke, die geschrieben sind, um die Wirklichkeit Gottes mit der Musik in Verbindung zu bringen“, so Mombauer. „Die gesamte menschliche Gefühlswelt kommt hier zum Ausdruck“, saget der Geistliche. Musik gehe tiefer in das Herz als jede andere Kunst.

Eigentlich komponierte Antonin Dvořák das Te Deum zu Ehren des Gedenkens an Christopher Columbus. In kurzer Zeit verfasste er das vierteilig gegliederte Stück, das aufgrund seiner Tempoangaben und der imposanten Teile eher an die Werke von Verdi und Bruckner erinnert. Die Ehrung des dreifaltigen Gott durch die Schöpfung und die Kirche, der Lobpreis Jesu Christi und die Bitten um Erbarmen wurden von den Sängerinnen und Sängern eindringlich wiedergegeben.

Die Solisten, Stephanie Henke (Sopran) und Markus Krause (Bass), ließen im etwa halbstündigen Stück insbesondere die sich immer steigernde Hingabe zu Gott erlebbar machen.

Anton Bruckners Messe f-Moll Nr.3, komponiert für vierstimmigen Chor, für Solo-Stimmen und Orchester gilt als äußerlich großartigste und innerlich gehaltvollste der Brucknerschen Messvertonungen. Die Wiener Hofburgkapelle, in dessen Auftrag Bruckner die Messe 1867 komponierte, lehnte das Werk als unspielbar ab.

Nach mehrfachen Revidierungen innerhalb der nächsten 25 Jahre avancierte sie zu einem der beliebtesten Chorwerke der Romantik. Eine Herausforderung wird sich sicherlich auch für die Musiker um Matthias Helmonns gewesen sein.

Die gedämpfte Kyrie zu Beginn lässt noch nicht erahnen, das daraus über das ausdrucksvolle und gleichzeitig zart und schwebende Gloria bis hin zum Credo und Sanctus ein gewaltiger Klang entwickelt wird. Chöre und Solisten ließen da eine beachtliche Strahlkraft erklingen.

Mit sauberen Intonationen erwiesen sich Stephanie Henke, Markus Krause sowie Hilke Andersen (Alt) und Clemens Löschmann (Tenor) als durchsetzungsfähig gegenüber Chor und Orchester. Füllig war auch der Klang der Philharmoniker, ein Fundament für das Zusammenwirken aller Beteiligten.

Eine Vertrauensbasis zwischen Instrumentalisten und Chorsängern, die sicherlich auf den 25 Jahren beruht, in denen Matthias Hellmons als Gastdirigent der Nordwestdeutschen Philharmonie wirkt. Belohnt wurden die Akteure mit einem langen Applaus des Publikums.

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