Gymnasium Johanneum
Rekordanmeldezahlen an der Loburg

ostbevern -

Die Gymnasium Johanneum ist beliebt wie nie: 174 Schüler haben sich in diesem Jahr für die Eingangsklassen an der Loburg angemeldet.

Freitag, 13.02.2015, 15:02 Uhr

Die Gymnasium Johanneum ist beliebt wie nie: 174 Schüler haben sich in diesem Jahr für die Eingangsklassen an der Loburg angemeldet. „Das ist Rekord“, sagt Schulleiter Michael Bertels . Doch der Rekord bedeutet auch: Sehr viele Kinder mussten abgelehnt werden. Am vergangenen Samstag kamen die Briefe an, in denen den Eltern mitgeteilt wurde, ob ihr Viertklässler zu den 127 angenommen oder zu den 47 Abgelehnten gehört.

Natürlich liefen danach die Telefondrähte zwischen den Betroffenen heiß. „Ist euer Sohn dabei?“ „Was ist mit der besten Freundin der Tochter?“ Und natürlich tauchte auch dabei die alljährliche Frage nach den Auswahlkriterien auf.

Bertels ist da ganz eindeutig: „Entschieden wurde nach Losverfahren.“ Ausgenommen davon waren nur die Geschwisterkinder, die bei einer Gymnasialempfehlung automatisch einen Platz in den vier Eingangsklassen sicher haben.

Bertels: „Alle anderen, die eine Gymnasialempfehlung hatten, kamen in die Lostrommel.“ Er ist überzeugt: „Das ist das Gerechteste.“ Auch Spekulationen, die Schule habe nach Einzugsgebieten, Ortschaften oder einer Mädchen-Jungen-Quote entschieden, erteilt er eine Absage. „Wir hatten das Glück, das wir bei den Anmeldungen schon eine 50 zu 50 Verteilung von Jungen und Mädchen hatten.“ Nach der Auslosung sei diese Quote in etwa so geblieben.

Selbst beim bilingualen Zweig habe man dieses Mal acht Schüler ablehnen müssen, so Bertels. Auch hier entschied das Los.

Inzwischen hätten schon einige traurige Eltern angerufen, die ihre Kinder jetzt auf die Warteliste setzen ließen. Doch auch wenn es für die Kinder und Eltern nicht schön ist, dass nicht alle Wünsche erfüllt werden konnten, für eine Schule sind hohe Anmeldezahlen wichtig und gut. Doch wieso wollen eigentlich alle auf die Loburg? Bertels: „Da müssten sie eigentlich andere fragen.“ Doch er hat eine Vermutung: „Die Menschlichkeit wird bei uns sehr hoch gesetzt.“ Ein zweiter Grund, warum sich so viele angemeldet haben, ist seines Erachtens: „Es gab einfach sehr viele Gymnasialempfehlungen in diesem Jahr.“

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