Loburger Schlosskonzert
Mit Leichtigkeit und Eleganz

Ostbevern -

Für die renommierte Reihe der Loburger Schlosskonzerte mögen es ungewöhnliche Klänge gewesen sein, die beim Konzert des Subéja Trios den Saal erfüllten. Aber die Instrumentenkombination mit Sandra Bauer an der Querflöte, Judith Gerdes an der Oboe und Berit von Sauter am Flügel bot vom Farbenreichtum der Klänge den Liebhabern feiner Kammermusik ein exquisites Erlebnis.

Montag, 09.03.2015, 15:03 Uhr

Berit von Sauter (Flügel), Sandra Bauer (Querflöte) und Judith Gerdes (Oboe) boten Ungewöhnliches beim Schlosskonzert.
Berit von Sauter (Flügel), Sandra Bauer (Querflöte) und Judith Gerdes (Oboe) boten Ungewöhnliches beim Schlosskonzert. Foto: Engels

Für die renommierte Reihe der Loburger Schlosskonzerte mögen es ungewöhnliche Klänge gewesen sein, die beim Konzert des Subéja Trios den Saal erfüllten. Aber die Instrumentenkombination mit Sandra Bauer an der Querflöte, Judith Gerdes an der Oboe und Berit von Sauter am Flügel bot vom Farbenreichtum der Klänge den Liebhabern feiner Kammermusik ein exquisites Erlebnis. Bei der Programmauswahl zeigten die drei sympathischen Musikerinnen große Kreativität, stellten die Triosonaten von Johann Sebastian Bach und Georg Philipp Telemann in direkten Kontrast zu klangmalerischen Werken von Claude Debussy und Mel Bonis. Diese Verbindung von traditionellen und selten zu hörenden klangbetonten Werken hatte einen besonderen Reiz.

Vermutlich hatte bei der „Triosonate G-Dur BWV 1038 für Flöte, Violine und Basso continuo“ der große Thomaskantor nur die Hauptstimmen geschrieben, den Rest überließ er seinem begabten Sohn Carl Philipp Emanuel Bach. Hier zeigte das Trio ein gutes Stilgefühl, musizierte in angenehmer und jederzeit melodiebetonter Weise. Manierismen und Verzierungen wurden gekonnt umgesetzt, sodass man sich als Hörer ganz dem eleganten Spielfluss der Musik hingeben konnte.

Direkt nach dieser barocken Weise erklang mit „Syrinx für Flöte solo“ von Claude Debussy ein wahres klangmalerisches Bild, das in keinem Repertoire einer Querflötistin fehlt. Wie vom Staube der 101 Jahre seit der Veröffentlichung spielte Sandra Bauer dieses Kleinod mit großer Sensibilität und lyrischem Impetus. Genauso bildhaft interpretierten Judith Gerdes und Berit von Sauter den „Liebesruf eines Faun für Englisch-Horn und Klavier“ von Hans Steinmetz, bei dem sich die Melodie wunderbar über der filigranen Klavierbegleitung entfalten konnte. Eleganz und Leichtigkeit durchzog die „Noble Tafelmusik für Flöte, Oboe und Klavier“ von Robert Delanoff. Hier konnten die drei Musikerinnen ihrer Spielfreude freien Lauf lassen.

Nach der Pause ging es genauso märchenhaft weiter. Von der französischen Komponistin Mel, eigentlich Mélanie Hélène, Bonis stammen die „Scènes de la forét für Flöte, Englisch-Horn und Klavier“. Das besondere Flair dieses Werkes konnte das Trio mit Sensibilität und Feingefühl verbreiten, es schenkte dem Publikum ein zauberhaftes Musikerlebnis. Etwas fremd in dieser gefühlsbetonten Atmosphäre wirkte allerdings die „Triosonate c-Moll“ von Georg Friedrich Telemann. Aber die Leichtigkeit und Eleganz der einzelnen Sätze wurde vom „Subéja Trio“ in den Vordergrund gestellt und durchdrang die Musizierfreude des Trios wohl jeden einzelnen Satz.

Im abschließenden argentinisch bestimmten Programmteil glänzte Sandra Bauer mit der „Tango Etude für Flöte solo“, deren melancholische Stimmung in ihrem Spiel glanzvoll zum Tragen kam. Der in Kassel lebende argentinische Komponist Diego Jascalevich zeigte bei seinem genau für diese Instrumentenkombination geschriebenem „De nuevo Tango“ einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt des Tango Nuevo. Das war ein unterhaltsamen Abend auf hohem musikalischem Niveau.

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