Schlosskonzert
Beseelte Klänge und konzentrierte Stille

Ostbevern -

Pure Begeisterung bei den Zuhörern im Rittersaal der Loburg: Jamina Gerl, gerade erst von einer Reise nach China zurückgekehrte, überzeugte dort mit ausgewählten Werken großer Komponisten. Doppelt wunderbar, feiern die Loburger Schlosskonzerte doch Jubiläum; die Initiatoren dürfen stolz auf die 25. Saison sein.

Montag, 27.04.2015, 19:04 Uhr

Die Pianistin Jamina Gerl faszinierte und begeisterte ihr Publikum.
Die Pianistin Jamina Gerl faszinierte und begeisterte ihr Publikum. Foto: Anne Reinker

Die rund 80 Besucher verfolgten das Können von Jamina Gerl in konzentrierter Stille – das sicherlich nicht nur, weil das Konzert als Tonbandaufnahme angekündigt worden war. Mit temperamentvollem wie emotionalem Klavierspiel zog die junge Pianistin das Publikum in ihren Bann.

Angefangen mit den 32 Variationen von Ludwig van Beethoven, ebenfalls wie Gerl in Bonn geboren, sorgte die Pianistin mit energiegeladenen und beseelten Klängen für einen fulminanten Auftakt, der auch in Franz Schuberts Impromptus nicht minder vom selbstbewussten Spiel geprägt war.

Jamina Gerl, vielfache Preisträgerin bedeutender musikalischer Wettbewerbe, tat sich auch mit Franz Schuberts „Wanderer Fantasie“ leicht. Nur erahnen konnten die Zuhörer vermutlich, welch Arbeit und Energie hinter diesem Vorspiel liegen mochte.

Von der hohen Qualität des Könnens der Musikerin überzeugte sich das Publikum auch bei Mendelssohn-Bartholdys Fis-Moll-Fantasie, bevor sie sich dem Waldesrauschen und dem Gnomenreigen von Franz Liszt widmete. Über jede technische Schwierigkeit erhaben interpretierte Jamina Gerl diese Stücke ebenfalls mit großer Professionalität.

L`Isle Joyeuse, eines der berühmtesten Werke von Claude Debussy, hatte die Virtuosin neben „Drei fantastische Tänze“ von Dmitri Schostakowitsch zudem für das Ostbeverner Publikum ausgewählt. Der volle Tag und die Kraft eines gesteigerten Lebensgefühl, beides soll mit Debussys Komposition ausgestrahlt werden, vermochten auch die Zuhörer im Rittersaal der Loburg mitzureißen.

Ein paar Sekunden hielt sich das Publikum zurück, um die Aufnahme nicht zu gefährden, bevor es mit langem und begeisterten Applaus die Akteurin belohnte.

Nicht nur die älteren Besucher waren sichtlich angetan von der starken Vorstellung der Künstlerin, auch das jüngere Publikum erkannte die Virtuosität der Künstlerin wohl uneingeschränkt an.

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