Ausweisung von Albanern
Fristverlängerung für Familie Isufay

Telgte -

Die Erleichterung war Ulrich Lunkebein und seiner Frau Hildegard Helmus-Lunkebein anzumerken. Die Abschiebung der albanischen Familie Isufay ist nach einem „sehr guten und sachlichen Gespräch“ mit der Kreisverwaltung um gut drei Wochen nach hinten verschoben worden.

Dienstag, 14.07.2015, 17:07 Uhr

Musa und Valmira Isufay sowie der einjährige Arber haben eine Fristverlängerung ihres Aufenthalts in Deutschland bis zum 8. August erhalten.
Musa und Valmira Isufay sowie der einjährige Arber haben eine Fristverlängerung ihres Aufenthalts in Deutschland bis zum 8. August erhalten. Foto: Biniossek

Die Erleichterung war Ulrich Lunkebein und seiner Frau Hildegard Helmus-Lunkebein anzumerken. Die Abschiebung der albanischen Familie Isufay ist nach einem „sehr guten und sachlichen Gespräch“ mit der Kreisverwaltung um gut drei Wochen nach hinten verschoben worden. Schriftlich vereinbart wurde, dass die Ausreise von Musa und Valmira sowie deren beiden Kindern Arbiana (4) und Arber (1) jetzt am 7. August (Freitag) stattfindet. Damit kann die Behandlung des Knie-Trümmerbruchs der 23-jährigen Valmira zumindest in den kommenden dreieinhalb Wochen hier fortgesetzt werden (WN berichteten).

Im Gespräch mit der Sachbearbeiterin des Kreises wurde allerdings ein Problem angesprochen, dass nun geklärt werden muss. Der in Deutschland geborene einjährige Arber benötigt einen albanischen Pass. „Den können wir nur in der albanischen Botschaft in Berlin beantragen“, erklärt Ulrich Lunkebein. Dazu muss zumindest ein Elternteil dort persönlich auflaufen und die entsprechenden deutschen Papiere wie die Geburtsurkunde vorweisen. „Das gilt es nun zu organisieren. Vermutlich werde ich Musa nach Berlin begleiten.“ Hinzu kommen müsste dann aber auch ein albanischer Übersetzer.

Ob dieser Pass für den Einjährigen Arber bis zum 27. Juli vorliegt, wie das der Kreis Warendorf festgelegt hat, ist nach Meinung von Ulrich Lunkebein offen. So stringent die deutsche Verwaltung sei, so „mediterran“ sei die der Albaner, so die Erfahrung des Ostbeverners.

Sollte der Pass für den Einjährigen denn wie erhofft Ende Juli vorliegen, wird sich das Sozialamt der Gemeinde um die weiteren Ausreiseformalitäten kümmern. Sie organisiert die Rückkehr der Familie nach Albanien.

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