Neues Angebot in Ostbevern geplant
Förderung von Flüchtlingskindern

Ostbevern -

Daniela Große Hokamp und Maren Silge verstärken das Team des Kinder- und Jugendwerks Ostbevern und sollen niederschwelliges Betreuungsangebot für Flüchtlingskinder unter drei Jahren und deren Mütter aufbauen.

Montag, 28.09.2015, 16:09 Uhr

Daniela Große Hokamp (2.v.l.) und Maren Silge freuen sich auf ihre neue Aufgabe beim Kinder- und Jugendwerk und wurden vom ersten Vorsitzenden des Vereins, Andreas Schepers (links) sowie Bürgermeister Wolfgang Annen begrüßt.
Daniela Große Hokamp (2.v.l.) und Maren Silge freuen sich auf ihre neue Aufgabe beim Kinder- und Jugendwerk und wurden vom ersten Vorsitzenden des Vereins, Andreas Schepers (links) sowie Bürgermeister Wolfgang Annen begrüßt. Foto: Gemeinde Ostbevern

Als im Mai der Sozialarbeiterin der Gemeinde Ostbevern , Brigitte Herich, ein Rundschreiben des Landschaftsverbandes auf den Schreibtisch flatterte, da wusste sie sofort: „„Das ist genau das, was wir zur langfristigen und fachlichen Unterstützung der Mütter-und-Kinder-Gruppe, die im Rahmen des Wi(h)r-Projekts von Ehrenamtlichen aufgebaut wurde, brauchen“. Die Rede ist von einem Schreiben, in dem auf Fördermöglichkeiten zur Betreuung von Kindern aus Flüchtlingsfamilien aufmerksam gemacht wurde.

Mit dem Kinder- und Jugendwerk Ostbevern war schnell ein passender Projektpartner gefunden, und ein entsprechender Antrag wurde auf den Weg gebracht. Dieser ist zur Freude aller Beteiligten positiv vom Landschaftsverband beschieden worden, was jetzt die Einstellung von zwei pädagogischen Fachkräften bis zum Ende des Jahres 2016 ermöglicht.

Bürgermeister Wolfgang Annen sowie der erste Vorsitzende des Kinder- und Jugendwerkes Ostbevern, Andreas Schepers, ließ es sich nicht nehmen, die beiden „Neuzugänge“ im Team persönlich zu begrüßen. Ihre Namen: Daniela Große Hokamp und Maren Silge .

Die beiden Pädagoginnen – Große Hokamp ist Sozialpädagogin und Silge Erzieherin – werden ab Mitte Oktober bzw. ab November jeweils wöchentlich für fünf Stunden dafür sorgen, dass ein gutes und niederschwelliges Betreuungsangebot für Flüchtlingskinder unter drei Jahren und deren Mütter beginnt, heißt es im Pressebericht der Gemeinde. Dabei werden sie Hand in Hand mit dem bereits angebotenen internationalen Spieltreff agieren, der einmal wöchentlich im Edith-Stein-Haus stattfindet und von Ehrenamtlichen geleitet wird.

Die beiden Fachfrauen wollen den Spieltreff mit ihrem Know-how unterstützen und das bestehende Angebot erweitern. Sie verstehen ihre Aufgabe als Ergänzung zum Engagement der Ehrenamtler, heißt es in der Mitteilung der Gemeindeverwaltung. Zwei Vormittage sind für die zukünftigen Betreuungsangebote vorgesehen. Wo genau sie stattfinden werden, steht noch nicht endgültig fest.

Bedarf, das bisherige Angebot der ehrenamtlich geleiteten Mütter- und Kinder-Gruppe auszubauen, gibt es allemal. Momentan leben insgesamt 26 Flüchtlingskinder mit ihren Familien in Ostbevern, sechs davon sind unter drei Jahre alt. Alle, die vom Alter her einen Anspruch auf einen Kindergartenplatz haben, haben diesen auch erhalten. Doch die Kindergärten haben ebenfalls nur begrenzte Aufnahmekapazitäten. Kommen weitere Kinder, ist man auf solch niederschwellige Angebote wie den internationalen Spieltreff angewiesen.

„Wir müssen einfach erst mal anfangen und dann schauen, wie sich das Ganze entwickelt. Unser Angebot können wir immer noch flexibel am Bedarf ausrichten“, ist Bürgermeister Wolfgang Annen ganz pragmatisch. Dem kann sich Andreas Schepers nur anschließen: „Die Betätigung in der Flüchtlingsarbeit ist auch für das Kinder- und Jugendwerk ein neues Aufgabenfeld, doch diese Herausforderung gehen wir gerne an.“

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