Barrierefreier Bahnhof
Bahnhof bald barrierefrei

Ostbevern -

Der Rat hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, Fördergelder für einen barrierefreien Übergang am Bahnhof zu beantragen. Die Arbeiten sollen rund 1,9 Millionen Euro kosten.

Samstag, 14.11.2015, 16:11 Uhr

Im Rat wurde jetzt ein Planungsvorschlag für eine barrierefreie Kreuzungsmöglichkeit der Gleise diskutiert. Dem Vorschlag nach entsteht auf jeder Seite eine Rampe. Die Baumaßnahme könnte stark bezuschusst werden.
Im Rat wurde jetzt ein Planungsvorschlag für eine barrierefreie Kreuzungsmöglichkeit der Gleise diskutiert. Dem Vorschlag nach entsteht auf jeder Seite eine Rampe. Die Baumaßnahme könnte stark bezuschusst werden. Foto: Biniossek

Ein barrierefreier Zugang zur Fußgängerunterführung am Bahnhof rückt in greifbare Nähe. Im Verlauf der Ratssitzung am Donnerstag stellte Thomas Rakel vom Planungsbüro Hahm den Entwurf einer Rampenanlage vor. Der Lösungsansatz Aufzugsanlage wurde im Vorfeld aufgrund von erheblichen Folgekosten und eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten für Fahrradfahrer verworfen.

In einer Zick-Zack-Führung soll es Gehbehinderten, Personen mit Kinderwagen und Fahrradfahrern in Zukunft möglich sein, die Unterführung zu nutzen. Die südliche Rampe hat nach der Zeichnung des Planungsbüros eine Länge von 110 Metern mit einer Steigung von maximal sechs Prozent. An der nördlichen Seite in Richtung Brock zeigt sich die Rampe in einer langgestreckten Form. Zwischenräume werden begrünt, Fahrradunterstände und Überdachungen versetzt.

Die Baukosten inklusive Planung belaufen sich auf etwa 1,9 Millionen Euro. Fällt der Förderantrag, der an die NWL (Nahverkehr Westfalen-Lippe) gestellt werden kann, positiv aus, wird die Gemeindekasse mit zehn Prozent der Summe belastet. Durch die verpflichtende Begehung im Drei-Jahres-Turnus fallen Folgekosten in Höhe von maximal 7000 Euro an. Im Februar soll dem Verband das Konzept detailliert vorgestellt werden. Eine früheste Förderung wird für 2017 angenommen.

Die Ratsmitglieder zeigten sich zufrieden. „Das ist eine einmalige Chance“, befürwortete Jochem Neumann (Grüne) das Vorgehen. August Löckener ( CDU ) sagte: „Da sollten wir zustimmen“. Das sahen die anderen Ratsmitglieder ebenso. Einstimmig wurde beschlossen, das die Verwaltung beauftragt wird, einen Förderantrag zur Umsetzung der Baumaßnahme zu stellen.

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