Unternehmerinnen-Netzwerk
Der Sprung ins kalte Wasser

Ostbevern -

Irina Naumann kam 2001 aus Kasachstan nach Deutschland. Anfangs hatte sie es trotz ihrer Ausbildung zur Klavierlehrerin nicht leicht in ihrem Beruf. Inzwischen unterrichtet sie viele Schüler. Ihr Traum: Eine eigene Klavierschule.

Mittwoch, 18.11.2015, 18:11 Uhr

Unternehmerinnen-Netzwerk: Irina Naumann (l.) bekam Besuch von der Gleichstellungsbeauftragten Margarete Götker (r.) und Wirtschaftsförderin Helena Wala.
Unternehmerinnen-Netzwerk: Irina Naumann (l.) bekam Besuch von der Gleichstellungsbeauftragten Margarete Götker (r.) und Wirtschaftsförderin Helena Wala. Foto: Gemeinde

„Meine Liebe zur Musik ist mir in die Wiege gelegt worden“, sagt Irina Naumann. Die ausgebildete Klavierlehrerin hatte es trotzdem nicht leicht, ihren Beruf auszuüben. Denn als Spätaussiedlerin aus Kasachstan ist sie 2001 nach Deutschland gekommen und hatte zu Beginn keinerlei Kontakte in der Branche und nur wenige Sprachkenntnisse.

Nachdem sie die deutsche Sprache gelernt hatte, erarbeitete sie sich mit Ausdauer die Rückkehr in ihren Traumberuf. Zwei Jahre lang kümmerte sie sich unter anderem um die musikalische Früherziehung in zwei Ostbeverner Kindergärten. Während eines Praktikums in einer Musikschule bekam sie von ihrem damaligen Chef den Rat, sich selbstständig zu machen. Mit viel Mut ist Irina Naumann diesen Schritt gegangen und bietet seit Dezember 2010 Klavierunterricht für Kinder und Erwachsene an. Heute sind ein Drittel ihrer Schüler Erwachsene, zwei Drittel Kinder.

„Es ist mir wichtig, dass meine Schüler, egal ob Kinder oder Erwachsene, das Klavierspielen lernen, indem ihre persönlichen Interessen zum Tragen kommen“, sagt die Unternehmerin. In einem eigenen Unterrichtsraum am Liszt-Weg 3 können ihre Schüler ungestört Klavier spielen lernen. „In den Anfängen musste ich unser Wohnzimmer für den Unterricht blockieren. Das war für meine Familie schon eine Einschränkung“, sagt Naumann. Vor allem mit Mund-zu-Mund-Propaganda und Flyern macht sie auf ihr Angebot aufmerksam.

„Ohne meinen Mann und meine Familie hätte ich das nicht geschafft“, drückt die Mutter von zwei Kindern ihre Dankbarkeit deutlich aus. „Und ich bin auch ein bisschen stolz auf das, was ich geschafft habe.“

Einen Traum hat Naumann trotzdem noch: Eine eigene Musikschule.

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