Konzertreihe
Auftakt mit Saxofon-Quartett

Ostbevern -

Das Programm für die neue Saison der „Loburger Schlosskonzerte“ steht. Den Auftakt macht das „Pindakaas Saxophon Quartett“. Im Herbst folgen weitere hochkarätige Musiker.

Donnerstag, 11.08.2016, 10:08 Uhr

Der Vorstand des Vereins „Loburger Schlosskonzerte“ mit (v.l.)
Der Vorstand des Vereins „Loburger Schlosskonzerte“ mit (v.l.) Foto: Hagemeyer

Nach den Sommerferien startet auch der Verein „Loburger Schlosskonzerte “ in eine neue Konzertsaison. „Ich freue mich, dass wir ein buntes Programm zusammenstellen konnten“, sagte der Vereinsvorsitzende und Lehrer der Loburg Dr. Michael Bähr bei der Vorstellung des neuen Programmheftes, das jetzt in vielen Geschäften der Gemeinde ausliegt.

Den Start macht am 15. September ab 20 Uhr das „Pindakaas Saxophon Quartett“: Seit seiner Gründung vor 20 Jahren hat es sich in der Musikszene etabliert, auch als Querdenker jenseits gängiger Kammermusikprogramme. Pindakaas, das sind Thorsten Floth (Sopransaxofon), Guido Grospietsch (Altsaxofon), Anja Heix (Tenorsaxofon) und Matthias Schröder (Baritonsaxofon).

Beim Internationalen Meisterkurs „Kammermusik mit Saxophonen” wurden die Musiker mit dem „Kulturpreis” ausgezeichnet. Das Ensemble gab Konzerte im Rahmen bekannter Festivals, etwa beim International Summer Festiva“ in Kuwait, dem „Arts & Galloway“-Festival in Schottland oder auf der Deutsch-Italienischen Kulturwoche in Italien.

Frechweg virtuos vereint das „Pindakaas Saxophon Quartett“ Barockmusik und Klassik, Tango Nuevo und Jazz. Ihr Programm „Canzona a quattro“, das in Ostbevern zu hören sein wird, bietet eine abwechslungsreiche Reise durch vier Jahrhunderte mit Meisterwerken aller Epochen von Johann Sebastian Bach, Isaac Albéniz und Jacques Ibert bis hin zu Kurt Weill und George Gershwin, versprechen die Veranstalter. Das Saxofon erschließt Klangwelten, die von orgel- und orchesterähnlichen Klängen barocker Meister bis hin zu eleganter Kammermusik der Klassik und Romantik reichen. Den Sprung ins Jetzt wagt das Quartett mit seltenen Originalwerken für Saxofonquartett, frivolen Tangos von Astor Piazzolla, mitreißender Klezmermusik und raffiniertem Jazz.

Das zweite Konzert ist ebenfalls ein Quartett, allerdings mit Streichern besetzt: Das „ Nodelman Quartett“ wird am Sonntag, 20. November, um 17 Uhr auf der Loburg gastieren. Es gehört den Veranstaltern zu Folge zu den besten Klassikensembles Deutschlands und begeistere mit seinen Interpretationen der Werke von Dmitri Schostakowitsch und der großen Komponisten. Unter der Führung von Primarius Misha Nodelman (Violine) hat das Ensemble zu einem eigenen, höchst lebendigen Ausdruck gefunden, der das Publikum berührt und seines Gleichen sucht. Misha Nodelman ist unter anderem Gewinner Preisträger des internationalen Liana-Issakadze-Wettbewerbs und erster Konzertmeister der Neuen Philharmonie Westfalen.

Spielfreude und Virtuosität prägen auch sein Streichquartett. Mit Evgeny Selitsky (2. Violine), Andreas Kosinski (Viola) und Mark Mefsut (Violoncello) hat er Musiker um sich versammelt, deren intelligentes Zusammenspiel die Zuhörer unmittelbar berührt. Ihre musikalische Freundschaft entstand aus der gemeinsamen Arbeit in der jüdischen Kammerphilharmonie und der Neuen Philharmonie Westfalen. Bei seinem Konzert im Rittersaal der Loburg wird das „Nodelman Quartett“ Werke von Ludwig von Beethoven und Felix Mendelssohn Bartholdy spielen.

Am 15. Januar um 17 Uhr spielen Maria Kliegel (Violoncello) und Nina Tichman (Klavier) im Loburger Rittersaal. Maria Kliegel wird auch „La Cellissima“ genannt. Und das nicht nur, weil sie eine fantastische Cellistin ist, was ihre Diskographie und zahlreiche renommierte Preise nachhaltig belegen. Sie ist mit mehr als einer Million verkaufter CDs die Nummer eins der Welt. So nahm das Magazin „Scala“ ihre Aufnahme der Cellokonzerte von Saint-Saens in seine äußerst begehrte Liste der 50 besten Einspielungen des 20. Jahrhunderts auf. Nina Tichman machte Furore, als sie in ihrer Heimatstadt New York das Gesamtklavierwerk von Claude Debussy zyklisch aufführte – es war das erste Mal, dass ein Künstler sich dieser Herausforderung stellte. Ihre Diskographie umfasst das Gesamtwerk von Copland sowie Kompositionen von Chopin, Beethoven, Mendelssohn, Penderecki, Bartok und Reger.

Das letzte Konzert der Saison spielt der Konzertpianist Artem Yasynskyy am 19. Februar um 17 Uhr. Yasynskyy stammt aus Donezk in der Ukraine. Nach seiner pianistischen Ausbildung an der Staatlichen Musikhochschule Prokofjew in Donezk bei Albina Oryshuk absolvierte er ein Zusatzstudium sowie ein Master-Studium bei Prof. Patrick O’Byrne an der Hochschule für Künste in Bremen, das er im Mai 2015 mit Auszeichnung abschloss. Seitdem ist er Dozent im Hauptfach Klavier an der Hochschule für Künste in Bremen. Zahlreiche Konzert-Engagements führten Artem Yasynskyy durch viele Länder Europas sowie in die USA, nach Australien, Kanada und Japan.

Im Mai 2015 erschien seine erste CD mit Werken des polnischen Komponisten und Klaviervirtuosen Jozef Hofmann (1876 - 1957). Dabei schätzt er keine langfristige Wiederholung festgelegter Programmfolgen, sondern pflegt seine Programme der jeweiligen Konzertsituation sowie seinen temporären musikalischen Schwerpunkten anzupassen. Sein vielseitiges Repertoire schöpft er aus den pianistischen Meisterwerken aller Epochen.

Der Eintrittspreis für die Konzerte liegt bei jeweils 15 Euro (Schüler und Studenten fünf Euro). Kinder und Jugendliche in Begleitung Erwachsener sind frei. Der Vorverkauf ist in den Wochen vor den Konzerten im Schreibwarengeschäft Lüning und der Beverbuchhandlung. Vorbestellt werden können Karten auch über das Sekretariat der Loburg: ✆ 0 25 32/ 8 71 41.

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