Ostbevern Kultur
Große Hochzeitgesellschaft

Ostbevern -

Zu einem literarischen Abend zum Thema „Ehe und andere Brüche“ hatte der Verein Ostbevern Kultur eingeladen. Rund 200 Interessenten wollten sich diesen Abend nicht entgehen lassen.

Montag, 26.09.2016, 20:09 Uhr

Ulla Ebert, Brigitte Pohl, Martina Licht und Caroline Kunert (v.l.) unterhalten sich im „Hotel Engelborn“.
Ulla Ebert, Brigitte Pohl, Martina Licht und Caroline Kunert (v.l.) unterhalten sich im „Hotel Engelborn“. Foto: Anne Reinker

„Wenn ich so in den Raum schaue, sehe ich, dass es eine sehr große Hochzeitsgesellschaft ist“, war Frank Düring von der großen Resonanz begeistert. Zahlreiche Interessenten in der voll besetzten Aula der Josef-Annegarn-Schule wollte sich die Veranstaltung von Ostbevern Kultur nicht entgehen lassen. Mit „Ehe und andere Brüche“, einem Repertoire aus den Werken namhafter Autoren und Komponisten, hatten die Organisatoren sichtlich neugierig gemacht.

Den Rahmen für die insgesamt 27 Vorträge aus Literatur und Musik bildete die Geschichte einer Hochzeit. Im Hotel Engelborn trafen die Gäste ein, woben mit ihren Auftritten ein feines Netz rund um Trauung und Ehestand und ließen mit den Texten nicht nur Partnerschaften, sondern auch einiges andere „brechen“. Nicht gerade vorbildhafte Beiträge für ein junges Glück, das sich die ewige Treue schwören will.

Die Moderation übernahmen die „Hoteliers“ Sandra und Frank Düring, die die illustre Gesellschaft nach und nach empfingen. Schon die beiden gaben einen amüsanten Eindruck davon, was ein Paar nach einigen Ehejahren erwarten kann. „Jetzt sind keine Gäste da. Da bist du nur mein Ehemann. Also: Idiot“, erklärte Sandra Düring ganz nüchtern.

Während Martina Licht, Brigitte Pohl und Caroline Kunert schon einmal auf das junge Glück anstießen, brachte Reinhold Bußmann mit dem „Brief eines nackten Mannes“ von Erich Kästner dar, wie verloren sich ein Mann schon einmal ohne seine Frau fühlen kann. Ein Loblied sang Michael Beier mit „Wie reizend sind die Frauen“ von Otto Reutter. Zwischenzeitlich stieß Ulla Elbers zur Frauenrunde, wortwörtlich ein literarisches Quartett also, dass an der Tafel Platz nahm und Texte von Joachim Ringelnatz, Mascha Kaleko und Wolfgang Hilbig rezitierte. Für die instrumentale Begleitung sorgte Matthias Bals.

Auch nach der Pause – und damit nach der Hochzeitsfeier – ging es munter weiter. Die Gäste waren verkatert und in einem desolaten Zustand. „Was für eine Nacht, nein, nein, nein“, meinte Reinhold Bußmann, der als „Frauenversteher“ mit den Damen der Runde anzubändeln versuchte. Mit dem Gewittergrollen aus dem Hintergrund und dem Stromausfall kamen Heinz Erhardts und Ludwig Uhlands Versionen von „Das Unwetter “ genau richtig. Das auch beim frisch gebackenen Hochzeitspaar nicht alles rund läuft, verriet die Pointe mit Jan-Dirk Frönd ganz zum Schluss.

Einen beeindruckenden Abend hatten die Akteure zu bieten. Beachtlich vor allem, das es einer kleinen Gruppe mit acht Laienschauspielern gelang, über 200 Besucher mehrere Stunden lang bestens zu unterhalten.

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