Schüler der Josef-Annegarn Schule lernen ihre Traumberufe kennen
Arbeiten wie die Erwachsenen

Ostbevern -

Drei Wochen absolvierten die Schüler der Josef-Annegarn-Schule ihr Betriebspraktikum in verschiedenen Berufen. Vier Schüler berichten über ihre Erfahrungen.

Samstag, 19.11.2016, 07:11 Uhr

Die Praktikanten in ihren Betrieben:
Die Praktikanten in ihren Betrieben: Foto: Feuchte

Das dreiwöchige Schulpraktikum der neunten Klasse des Realschulzweigs der Josef-Annegarn-Schule habe ich in der Lokalredaktion Telgte mit der Motivation, später vielleicht Redakteurin zu werden, absolviert. Bis zum 18. November konnten meine Mitschüler und ich uns ein Bild über die Ausbildungswege machen, die wir nach der zehnten Klasse oder dem Abitur einschlagen könnten.

Mein eigenes Praktikum war eine tolle Erfahrung, die ich auf jeden Fall in meiner weiteren beruflichen Laufbahn berücksichtigen werde. Eine meiner Aufgaben bestand darin, mich mit vier Mitschülern über ihre Praktikumsstelle zu unterhalten und sie nach ihren Erfahrungen zu befragen.

In der Tierarztpraxis von Dr. Marc Goldberg hatte Jule Höggemann die Chance, den Beruf der Tiermedizinischen Fachangestellten kennenzulernen. „Mir gefällt es hier sehr gut. Ich bin hier, weil ich mir vorstellen könnte, später diesen Job auszuüben und meine Ausbildung bei Goldbergs zu machen.“ Natürlich sei der Beruf nicht nur toll, aber traurige und nicht so schöne Seiten gebe es in anderen Berufen ebenfalls. ,,Meine Erwartungen und Vorstellungen sind sehr realistisch gewesen und haben sich erfüllt“, ergänzt sie. In der kurzen Zeit sei ihr so vieles erklärt und gezeigt worden, dass sie dadurch schon viel gelernt habe, selbst wenn sie aus versicherungstechnischen Gründen nicht alles selber habe erledigen dürfen. Sie könne den Beruf denjenigen empfehlen, die großen Spaß an der Arbeit mit Tieren und viel Geduld haben. ,,Ich würde hier immer wieder gerne ein Praktikum machen“, sagt sie abschließend.

Einen Beruf für Menschen mit ruhigen Händen, Geduld und dem Bedürfnis, immer besser zu werden, hat Edwin Pede begeistert. Im Dentallabor Läkamp lohne sich ein Praktikum auf jeden Fall. Seine Erwartungen seien alle erfüllt worden und man lerne viel durchs konzentrierte Zugucken und genaue Zuhören. ,,Mir gefällt es hier sehr gut, vor allem das Zähne schnitzen macht Spaß. Ein selbst gemachtes Gebiss aus Gips durfte ich sogar mit nach Hause nehmen.“ Er könne sich durchaus vorstellen, später als Zahntechniker zu arbeiten. Manfred Läkamp war ebenfalls sehr zufrieden mit seinem Praktikanten: „Edwin macht das gut. Er zeigt viel Interesse und das ist wichtig für den Beruf.“

In einem ganz anderen Zweig waren Theresa Walgern und Alina Körber unterwegs. Sie entschieden sich für Praktikumsstellen im sozialen Bereich. Theresa Walgern verbrachte ihre drei Wochen im Lorenz-Werthmann-Haus, einem Wohnheim für Menschen mit geistiger Behinderung. „Das Wichtigste ist, dass man keine Berührungsängste hat. Es sind schließlich Menschen wie du und ich.“ Und das zeigte sie auch. Beim gemeinsamen Kochen mit den Bewohnern unterhielt sie sich mit ihnen und erklärte mir nebenbei, dass es ihr dort super gefalle. „Man darf hier alles machen. Aber für Schüler, die einfach nur ein Praktikum suchen, aber nicht wirklich Spaß an der Sache haben, ist das hier nix.“ In einer möglichen Ausbildung könne sie sich gut vorstellen, im Lorzenz-Werthmann-Haus zu arbeiten.

Auch Alina Körber war mit ihrem Praktikum im Seniorenzentrum St. Anna überaus zufrieden. „Ich finde es hier schon ganz toll, man hat halt immer etwas zu tun.“ Am meisten Spaß mache ihr, das Essen anzureichen oder sich mit den Bewohnern zu unterhalten. „Man braucht sehr viel Geduld und man muss sehr gut zuhören können. Ein Praktikum lohnt sich auf jeden Fall für die, die mit Herz und Seele dabei sind.“ Sie ergänzt, dass sie sich in St. Anna sehr wohl fühle und sie könne sich vorstellen, später vielleicht dort zu arbeiten.

Das Praktikum soll die Jugendlichen bei ihrer Berufswahl unterstützen und ihnen den Berufsalltag zeigen. Selbst wenn nicht jedes Praktikum perfekt war, so haben die Schüler doch viel gesehen und Neues gelernt. Und das ist wichtig für die weitere Berufswahl, auch wenn man sich am Ende vielleicht doch nicht für den Beruf entscheidet, in dem man das dreiwöchige Praktikum gemacht hat.

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