Neue Ausstellung in La Folie
Die Fantasie darf fliegen

Ostbevern -

800 Kilogramm ist das Kunstwerk schwer, das mitten im Kunstraum La Folie steht. Es regt nicht auf, sondern an – zum Nachdenken, zum Abschalten.

Dienstag, 07.03.2017, 13:03 Uhr

Die Werke von Ludwig Maria Vongries erläuterten und würdigten Dr. Annette Georgi und Thomas Gabriel (vorne, v.l.).
Die Werke von Ludwig Maria Vongries erläuterten und würdigten Dr. Annette Georgi und Thomas Gabriel (vorne, v.l.). Foto: Reinker

Skulpturen zum Anfassen, die in erster Linie zum Betrachten aus der Ferne gemacht wurden: Genau die gibt es jetzt im Ausstellungsraum La Folie zu sehen. Bei der Eröffnung der Präsentation mit Objekten von Ludwig Maria Vongries hatten die Besucher die Möglichkeit, jedes Detail unter die Lupe nehmen – eine Sinneserfahrung, die durch die räumliche Begrenzung noch verstärkt wird.

Kräftig anfassen und zupacken, das hatte das Team um Organisator Thomas Gabriel und Künstler Vongries im Vorfeld getan, um den Mittelpunkt der Ausstellung mit dem Titel „Public Art“, stolze 800 Kilogramm schwer, Stück für Stück überhaupt in den Ausstellungskubus zu bekommen. Vor Ort war dann noch ein Schweißgerät erforderlich, um dem Kunstwerk einen festen Stand zu geben. Doch die Mühe war es wert: Durch seine Größe, das Zusammenspiel der Werkstoffe (westfälische Eiche und oxidierter Stahl ) sowie der Ausrichtung macht „Double Nude“ Eindruck auf die Besucher.

Mit „ach wie niedlich“, meinte Thomas Gabriel in seiner Laudatio, könnten die Werke von Ludwig Maria Vongries nur aus großer Entfernung kommentiert werden. Positioniert werden sie sonst vornehmlich „zwischen Himmel und Erde“, sie wirken so bodenständig und erdverbunden. Aus der Nähe betrachtet, im Raum also, bekomme man einen ganz anderen Zugang zur Installation, sagte Gabriel. „Meistens werden solche Skulpturen nur zur Möblierung im öffentlichen Raum verwendet. Dafür sind sie aber einfach zu schade.“ Die Idee, ähnliche Kunstwerke in Griffweite zu präsentieren, wolle man weiterhin verfolgen.

„Sie stellen sich uns souverän in den Weg und treten mit dem Außenbereich in den Dialog“, erklärte Dr. Annette Georgi. Die sehr gegensätzlichen Materialien beflügelten die Fantasie , da „kann jeder den eigenen Assoziationen nachgehen“, meinte die Kunsthistorikerin. „Es geht immer um Nähe und Distanz, hat immer etwas Trennendes, aber auch etwas Verbindendes“, beschrieb sie ihren Eindruck von den Werken.

Ludwig Maria Vongries bedankte sich seinerseits bei Thomas Gabriel für die Möglichkeit, in La Folie ausstellen zu können. „Es ist klasse, solch einen Raum bespielen zu dürfen.“

►Geöffnet ist die Ausstellung des Vereins Ostbevern Kultur bis zum 8. April, immer sonntags in der Zeit von 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung, ✆ 0 25 32/9 04 32.

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