Kultur
Gute Laune und 35 Todesfälle

Ostbevern -

Mit seinem Programm „Eigentlich bin ich ja Tänzer“ begeisterte Daniel Helf­rich in Ostbevern

Freitag, 28.04.2017, 16:04 Uhr

Daniel Helfrich sorgte mit seinem Programm für Begeisterung und insgesamt 35 Todesfälle.
Daniel Helfrich sorgte mit seinem Programm für Begeisterung und insgesamt 35 Todesfälle. Foto: Reinker

Mit seinem Programm „Eigentlich bin ich ja Tänzer“, verrät Daniel Helf­rich seine eigentliche Leidenschaft. Dass er jedoch gut daran tat, Pianist, Kabarettist und Sänger zu werden, machte er am Donnerstagabend deutlich: In der Kulturwerkstatt begeisterte er mit großen Wortwitz, Charme und Musikalität. Der vom Verein Ostbevern Kultur organisierte Abend kam beim Publikum ausgesprochen gut an.

Das Thema Tanzen zog sich in vielfacher Weise durch die Vorstellung, neben zahlreichen Todesfällen, von denen in Helfrichs Liedern und Geschichten eine ganze Reihe vorkamen. „Ich wollte schon als Kind sein wie John Travolta “, offenbarte Daniel Helfrich seine Leidenschaft für Tanzfilme. Die gibt es reichlich: Grease, Dirty Dancing oder Mamma Mia sind nur einige davon. „Ob es regnet oder schneit, ich wollte tanzen zu jeder Zeit“, sang der Musikkabarettist frei nach der Melodie von „Singing In The Rain“. Doch aus der Ballettkarriere wurde mangels Talent nichts. Trotzdem tanze er morgens den Schwanensee, an der Supermarktkasse die Polonaise und am Abend vom Sofa bis in das Bad den Moonwalk. Ganz ungefährlich ist das Tanzen nicht: mittels eines Zählers wurden die Todesfälle des Abends aufgeführt. Für die Cineasten im Publikum gab es eine Neuauflage von Steven Spielbergs Soundtrack zum Film „Der weiße Hai“, dieses Mal mit einer weißen Kuh: und wieder ein Todesfall. All das trug Daniel Helfrich mit beeindruckendem Gesang und virtuosen Klavierspiel vor.

Ganz philosophisch setzte sich der Bühnenkünstler mit dem Thema „Männer und Frauen“ auseinander. Übrigens seien laut wissenschaftlicher Studien die Frauen intelligenter als Männer. Sind diese jedoch im Haushalt hilfreich, fänden das fünfzig Prozent der Frauen sexy. „Häufiger Sex begünstigt die Zahl der Gehirnzellen, also macht Putzen somit schlauer“, zog Helfrich daraus sein Fazit.

Auch seine Meinung zu den verschiedenen Ernährungsformen teilte er mit: „Esse nichts, was einen Schatten wirft“, sei eine Regel der Veganer. Er selbst bevorzuge ein schönes Stück Fleisch, gerne auch roh. Mit Fitness wolle er gegen „Fettness“ wirken, auch in der Sauna. „Kohldampf ist das neue Schwitzen“, so Helfrich. Und: „Der Schweinehund, der innere, muss nicht Gassi gehen.“ Also gerne weiterfuttern. „In meinen Kopf geht neben Essen nicht viel rein.“

Das dies nicht der Fall ist, zeigte sein intelligentes, witziges Programm, dass die Zuschauer rundum begeisterte. Mit ungezählten Wortwitzen, gespickt mit schwarzhumorigen Spitzen und viel Musikalität unterhielt er über mehrere Stunden vorzüglich.

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