Bürgermeister nennt Zahlen
Flüchtlingszahlen sinken

Ostbevern -

Derzeit leben in der Bevergemeinde 226 Asylsuchende. Die Landeszuweisung liegt bei von rund 315 000 Euro.

Donnerstag, 11.05.2017, 09:05 Uhr

In den Unterkünften der Gemeinde sind derzeit 93 Flüchtlinge untergebracht. 133 Asylsuchende leben in angemieteten Wohnungen in Ostbevern und Brock.
In den Unterkünften der Gemeinde sind derzeit 93 Flüchtlinge untergebracht. 133 Asylsuchende leben in angemieteten Wohnungen in Ostbevern und Brock. Foto: Biniossek

Das Zahlenwerk, das Bürgermeister Wolfgang Annen im Bildungs-, Generationen- und Sozialausschuss vorstellte, war umfangreich. Es ging um einen Sachstandsbericht zur Asylbewerbersituation in der Gemeinde. „Derzeit sind in Ostbevern 226 Asylbegehrende untergebracht“, sagte Annen. Das seien deutlich weniger als vor einem Jahr, sodass damit zu rechnen sei, dass die Gemeinde nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz bis zu acht weitere Personen werde aufnehmen müssen. „Die Erfüllungsquote sank nach dem großen Flüchtlingsstrom von deutlich über 100 auf derzeit 94 Prozent“, so Wolfgang Annen.

Untergebracht sind die Flüchtlinge in den beiden Unterkünften im Dorf (71 Personen) und in den beiden Objekten im Ortsteil Brock (22). Alle weiteren leben in privat angemieteten Wohnungen. „Von den untergebrachten Personen sind 106 anerkannte Schutzberechtigte, davon 56 mit einer Wohnsitzbindung für die Gemeinde Ostbevern“, sagte der Erste Bürger. Von den 44 schulpflichtigen Asylbewerberkindern und -jugendlichen besuchen derzeit 14 Schülerinnen und Schüler die Ambrosius-Grundschule, sieben die Franz-von-Assisi-Grundschule und 23 die Josef-Annegarn-Schule.

Durch die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft verlören die Asylsuchenden ihren Anspruch auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und müssten sich auf dem freien Wohnungsmarkt selbst um eine Wohnung kümmern. „Unsere Mitarbeiter des Gebäudemanagement haben in zehn Fällen erreicht, dass anerkannte Flüchtlinge, die in angemieteten Wohnungen untergebracht sind, in das bestehende Mietverhältnis zwischen Gemeinde und dem Vermieter eintreten konnten“, berichtete der Bürgermeister.

866 Euro erhalten die Gemeinden vom Land NRW pro Monat je Asylbewerber als pauschalierte Landeszuweisung, führte Wolfgang Annen weiter aus. In den ersten drei Monaten dieses Jahres erhielt Ostbevern daher einen Betrag von insgesamt 315 224 Euro überwiesen. Der Bürgermeister im Rathaus: „Die Erträge und Aufwendungen für dieses Jahr liegen zum gegenwärtigen Zeitpunkt im Rahmen des Etats.“

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