Ab in den Wald
Lernen von und mit der Natur

Ostbevern -

Die Waldspieltage der Kolpingsfamilie sind angelaufen. Dieses Jahr geht es um das Thema „Vom Wald zum Blatt Papier“. Auch in diesem Jahr war die Nachfrage wieder größer als die Anzahl an Plätzen.

Dienstag, 22.08.2017, 18:08 Uhr

Waldpädagogin Theresia Lietmann leitete die Waldspieltage rund um das Thema „Vom Wald zum Blatt Papier“.
Waldpädagogin Theresia Lietmann leitete die Waldspieltage rund um das Thema „Vom Wald zum Blatt Papier“. Foto: Anne Reinker

Die Spielstadt ist vorbei, die Ferienlager ebenso, und die meisten Familien sind aus dem Urlaub zurückgekehrt. Doch es gibt noch eine Aktion, die seit nunmehr 15 Jahren fest in das Ferienprogramm der Bevergemeinde gehört: die Waldspieltage der Kolpingsfamilie. Das dreitägige Programm, an dem über 20 Kinder im Alter von sieben bis elf Jahren teilnehmen, begann am Montag und hat heute sein großes Finale.

Die Resonanz auf das Angebot der örtlichen Vereinigung ist ungebrochen groß. „Wir mussten leider einigen Kindern absagen“, bedauerte Agnes Sicking , eine der Aktiven aus den Reihen der Kolpingfamilie. „Wir hätten auch noch Kinder aus Münster annehmen können“, fügte Gertrud Mußmann hinzu.

Jedes Jahr steht das Programm unter einem anderen Titel, dieses Mal heißt es: „Vom Baum zum Blatt Papier“. Waldpädagogin Theresia Lietmann leitet, wie in den letzten Jahren auch, die Waldspieltage. „Wir wollen mal den Baum als Ganzes erforschen“, kündigte sie an. Spielerisch wandte sie sich mit den Jungforschern den verschiedenen Schwerpunkten zu. Woraus besteht ein Baum, wie funktioniert er, für welche Tiere bietet er sich als Lebensraum an? Das Wissen, das Lietmann an die Mitmachenden weitergibt, ist umfangreich. „Die Wurzeln verankern den Baum im Boden und nehmen Wasser und Salze aus ihm auf“, sagt sie. „Die Wurzeln eines Baumes durchziehen dabei rund 50 Tonnen Boden und binden 70 000 Liter Wasser im Jahr“, führt sie aus. Und es geht noch weiter: „Die Summe der Blattoberflächen eines Laubbaumes beträgt etwa 1000 Quadratmeter.“

Doch Lietmann wäre keine Pädagogin, wenn sie das Wissen nicht in Aktivitäten und Bastelarbeiten verpacken würde. So wurde am Montag neben den Spielen im Loburger Wald auch noch ein Vogelfutterhaus gebaut.

Am gestrigen Dienstag ging es weiter mit der Kombination aus Naturwissenschaft und Spaß. Auch hier wurde es wieder handwerklich, in dem Theresia Lietmann mit den Teilnehmern Papier schöpfte.

Über den Eifer der Kinder freute sich auch Sicking. „Es ist toll, den Kindern zeigen zu können, wie schön der Wald ist“, meint sie. Warum die Kolpingsfamilie die Aktionstage anbietet? „Wir wollen etwas Attraktives für die jungen Familien machen.“ Zudem wolle man sich natürlich auch als Vereinigung präsentieren.

Den traditionellen Höhepunkt jeder Waldspieltage gibt es am heutigen Mittwoch. Zum Abschluss dürfen Kinder und Betreuer dann nämlich Mitglieder des Hegerings begrüßen. Die Waidmänner wollen die Kinder unter anderem mit auf die Hochsitze in die Jagdreviere nehmen, bevor es zum geselligen Grillabend in großer Runde geht.

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