Frau an der Spitze
Die Schüler können kommen

Ostbevern -

Die Vorbereitungen für den Schulstart sind in der Ambrosius-Schule so gut wie abgeschlossen – mit Andrea Wintrer als Teamführerin.

Montag, 28.08.2017, 11:08 Uhr

Andrea Winter hat sichtlich Freude an ihrer neuen Tätigkeit und dem sanierten Schulgelände, das jetzt auch eine Kletterwand hat. Das gesamte Team hat in den letzten Tagen der Ferien dazu beigetragen, dass die Schule aussieht wie aus dem Ei gepellt.
Andrea Winter hat sichtlich Freude an ihrer neuen Tätigkeit und dem sanierten Schulgelände, das jetzt auch eine Kletterwand hat. Das gesamte Team hat in den letzten Tagen der Ferien dazu beigetragen, dass die Schule aussieht wie aus dem Ei gepellt. Foto: Sebastian Rohling

Betriebsam, so lässt sich die Stimmung in der Ambrosius-Schule am besten beschreiben. Kurz vor dem Eintreffen der Schüler am Mittwoch und der Einschulung der Erstklässler am nächsten Donnerstag ist noch einiges zu tun. Vorne vorweg steht dieses Mal Andrea Winter , Konrektorin und seit der Pensionierung von Schulleiter Hermann Rottmann kommissarische Leiterin der Ambrosius-Grundschule. „Wir haben immer sehr gut im Team zusammengearbeitet“, sagt sie über ihren ehemaligen Chef. „Deswegen war vieles, was jetzt in der Vorbereitungszeit ohne ihn gemacht werden musste, bekannt.“ Zudem habe sie ein tolles Team, dass sie in ihrer momentanen Doppelbelastung sehr gut unterstütze. „Wir arbeiten hier sehr gut zusammen. So können wir die nun anfallenden Aufgaben gut auffangen.“

Viel ist in den Ferien geschehen. Insbesondere die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen fallen sofort ins Auge. Eine davon ist die Ausstattung zweier Klassenräume mit Teppichboden. „Der Boden schluckt regelrecht Geräusche. Dadurch können sich die Schüler mit einer Hörbehinderung besser auf den Unterricht konzentrieren“, erklärt Lehrerin Hannah Rauschel. Sie hat eine Schülerin in ihrer Klasse, die Probleme mit ihrem Gehör hat. „Im Unterricht läuft das dann so, dass ich ein Mikrofon trage, das direkt mit ihrem Hörgerät verbunden ist. Dadurch versteht sie mich besser. Der Teppichboden wird es ihr aber sicherlich noch einmal leichter machen, dem Unterricht zu folgen.“

Das Thema Inklusion ist an der Ambrosius-Schule kein pädagogisches Modewort, sondern gelebte Realität. „Wir sind in diesem Bereich wirklich gut aufgestellt“, sagt Andrea Winter. „Nicht zuletzt die Gemeinde hilft uns, wie jetzt mit dem Teppichboden, diesen Anspruch zu halten und auszubauen“, betont sie die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Rathaus.

Wie lange sie die Grundschule kommissarisch leiten werde, so Andrea Winter, wisse sie nicht, denn das hänge von der Bezirksregierung ab. „Ich habe mich auf den Posten der Schulleitung offiziell beworben. Aber so ein Verfahren braucht eben seine Zeit.“

Bis eine Entscheidung gefallen ist, leitet sie die Schule nach bestem Wissen und Gewissen – und dieser Posten macht ihr sichtlich Spaß. Aber einen Wermutstropfen gibt es dann doch: „Auch als kommissarische Schulleiterin habe ich leider nicht mehr die Zeit, als Klassenlehrerin zu arbeiten.“ So musste sie sich mit Ende des vergangenen Schuljahres schweren Herzens von ihrer Klasse trennen, da sie mit dem neuen Posten nur noch als Fachlehrerin im Stundenplan erscheint. „Ich werde sie aber noch bis zu den Herbstferien haben. Denn erst dann kommt meine Kollegin und neue Klassenlehrerin aus ihrem Erziehungsurlaub zurück.“

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