Literarischer Aschermittwoch in Ostbevern
„Wir schaffen das“

Ostbevern -

Am Aschermittwoch trafen sich auf Einladung des Vereins Ostbevern Kultur über 100 Gäste zum literarischen Aschermittwoch im Saal Nuyken gefreut haben. Frank Düring und sein Team hatten das Leben in der Bevergemeinde und der Welt getreu dem Motto „Hier bin ich Mensch, hier schlaf ich ein!“ mit spitzer Feder gezeichnet.

Donnerstag, 15.02.2018, 17:02 Uhr

Gäste und Künstler haben sich im Rahmen des literarischen Aschermittwochs mit den Ereignissen der vergangenen Monate auseinandergesetzt.
Gäste und Künstler haben sich im Rahmen des literarischen Aschermittwochs mit den Ereignissen der vergangenen Monate auseinandergesetzt. Foto: Reinker

Treffen sich traditionell die Größen deutscher Parteien, um beim politischen Aschermittwoch einmal richtig Dampf abzulassen, begeistern die hiesigen Kabarettisten unter dem Dach des Vereins Ostbevern Kultur seit Jahren mit dem literarischen Pendant. Eine Veranstaltung, die mittlerweile „kult“ unter den Kulturfreunden ist. Vor allem auf geballtes Lokalkolorit werden sich die weit über 100 Besucher im Saal Nuyken gefreut haben. Sie wurden nicht enttäuscht.

Frank Düring und sein Team hatten das Leben in der Bevergemeinde und der Welt getreu dem Motto „Hier bin ich Mensch, hier schlaf ich ein!“ mit spitzer Feder gezeichnet. Den musikalischen Part übernahm der MVO.

Vor allem die Planungen rund um die Hauptstraße skizzierte Christian Kötter. „Ein paar Bürger dagegen, die anderen dafür, das ist für die Parteien dann immer ein Malheur“, so Kötter. „Darum, dass der Rat keine Verantwortung mehr trage, machen sie zukünftig immer eine Bürgerumfrage.“ Demokratie heiße bekanntlich: „Der Bürger hat das Sagen, nur muss er später auch die Lasten tragen.“ Man solle doch lieber die Kirche im Dorf lassen, meinte Kötter. „Es ist nicht immer Wahlkampf, wir sind keine Feinde, im Vordergrund stehen sollte nur unsere Gemeinde“, wünschte er sich. In den „Fuxx News“ beleuchteten auch Karin Große Inkrott und Christa Seeburg die „Baustellen“ im Ort.

Literarischer Aschermittwoch in Ostbevern

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  • Gäste und Künstler haben sich im Rahmen des literarischen Aschermittwochs mit den Ereignissen der vergangenen Monate auseinandergesetzt. Foto: Anne Reinker
  • Gäste und Künstler haben sich im Rahmen des literarischen Aschermittwochs mit den Ereignissen der vergangenen Monate auseinandergesetzt. Foto: Anne Reinker
  • Gäste und Künstler haben sich im Rahmen des literarischen Aschermittwochs mit den Ereignissen der vergangenen Monate auseinandergesetzt. Foto: Anne Reinker
  • Gäste und Künstler haben sich im Rahmen des literarischen Aschermittwochs mit den Ereignissen der vergangenen Monate auseinandergesetzt. Foto: Anne Reinker
  • Gäste und Künstler haben sich im Rahmen des literarischen Aschermittwochs mit den Ereignissen der vergangenen Monate auseinandergesetzt. Foto: Anne Reinker
  • Gäste und Künstler haben sich im Rahmen des literarischen Aschermittwochs mit den Ereignissen der vergangenen Monate auseinandergesetzt. Foto: Anne Reinker
  • Gäste und Künstler haben sich im Rahmen des literarischen Aschermittwochs mit den Ereignissen der vergangenen Monate auseinandergesetzt. Foto: Anne Reinker
  • Gäste und Künstler haben sich im Rahmen des literarischen Aschermittwochs mit den Ereignissen der vergangenen Monate auseinandergesetzt. Foto: Anne Reinker
  • Gäste und Künstler haben sich im Rahmen des literarischen Aschermittwochs mit den Ereignissen der vergangenen Monate auseinandergesetzt. Foto: Anne Reinker
  • Gäste und Künstler haben sich im Rahmen des literarischen Aschermittwochs mit den Ereignissen der vergangenen Monate auseinandergesetzt. Foto: Anne Reinker

Nicht nur dem lokalen Bezug, auch der Aktualität haben sich die Kabarett-Autoren verschrieben. Nach einem Jahresrückblick mit Archie Achenbach begrüßte Reinhold Bußmann die „Vize-Ersatzpressesprecherin“ der Eurobahn, dargestellt von Sandra Düring. Die Firmen-Philosophie stärke die sozialen Bindungen der Dorfbevölkerung, denn: „Nirgends kommen sich die Menschen in Ostbevern näher als in unseren Zügen“, tönte Düring. Noch weitere Vertreter wurden begrüßt: Vize-Ersatzpressersprecher von Alexander Dobrindt (Elke Bokermann) wie auch das Deutsche Telekommunikationsunternehmen (Sandra Düring) stellten sich den Fragen.

Mit einem Loblied auf den Ort präsentierte sich Hipp-Hopperin Elke Bokermann, bevor das „programmatische Quartett“ – neben Moderator Reinhold Bußmann die Parteiredner Christian Kötter, Regina Bücker-Schnelle, Sandra Düring und Elke Bokermann – die Wahlprogramme differenziert betrachteten. Einen „Pömpel“ hatte Willy Ludwig von den Skulptur-Projekten ergattert und forderte nun die Finanzierung über den Gemeindehaushalt.

Im Politbarometer beschäftigte sich Christian Kötter mit den Bürgermeisterwahlen und zeigte die verschiedenen Plus- und Minuspunkte von Wolfgang Annen und seinem Herausforderer Donald Trump auf. Ob der Glamour-Faktor, die verschiedenen Bauprojekte der Kandidaten oder die Anzahl der Follower bei Twitter: Im Ergebnis spiegelten sich nicht nur die gegenwärtige Stimmungslage, sondern auch harte Zahlen wieder.

Ein Stell-dich-ein beim literarischen Aschermittwoch gab sich auch Angela Merkel (Regina Bücker-Schnelle), die mit derben Zungenschlag Horst Seehofer als Mischung aus Prä-Potenz und Impotenz, Andrea Nahles als „quengelige Ringbucheinlage auf LSD“ und Christian Lindner als „Poster-Boy und Milchbuby“ bezeichnete. „Wir schaffen das“, endete Regina Bücker-Schnelle. Ob das auch auf die Projekte in der Bevergemeinde zu beziehen ist, wird sich vielleicht im Rückblick am Aschermittwoch im nächsten Jahr zeigen.

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