Keimzelle in Ostbevern
Vier Sekunden für die Ewigkeit

Ostbevern -

Zum letzen Mal beherbergt die Keimzelle in der Bevergemeinde eine Ausstellung, bevor sie zusammen mit dem alten Rathaus abgerissen wird. Die aktuelle Ausstellung trägt den Namen „Wunderlich(t)“ und wurde von der Klasse 4a der Ambrosius-Grundschule, in Kooperation mit der Kunstakademie Münster, realisiert.

Samstag, 09.06.2018, 08:00 Uhr

Die Klasse 4a der Ambrosius-Grundschule eröffneten die letzte Ausstellung in der Keimzelle, bevor diese abgerissen wird. Ihr Werk ,Fahrrad auf dem Hochseil‘ ist Teil einer größeren Ausstellung, die sie zusammen mit der Kunststudentin Jana Weigelt-Harth (2.v.r.oben) realisiert haben.
Die Klasse 4a der Ambrosius-Grundschule eröffneten die letzte Ausstellung in der Keimzelle, bevor diese abgerissen wird. Ihr Werk ,Fahrrad auf dem Hochseil‘ ist Teil einer größeren Ausstellung, die sie zusammen mit der Kunststudentin Jana Weigelt-Harth (2.v.r.oben) realisiert haben. Foto: Rohling

„Ich möchte mich ganz herzlich bei Euch allen bedanken. Ihr habt da eine richtig tolle Arbeit gemacht“, sagte Jana Weigelt-Harth, Studentin an der Kunstakademie Münster , die derzeit ihr Praxissemester an der Ostbeverner Schule macht. Gemeinsam hatte sie mit der Klasse 4a von Helma Vogel der Ambrosius-Grundschule in den vergangenen Wochen ein Kunstprojekt begleitet.

Aufhänger für das Projekt ist die in Kürze anstehende Zirkusprojekt-Woche der Grundschule. Im Kunstunterricht wollte Jana Weigelt-Harth die Thematik aufnehmen und es gleichzeitig im Hinblick auf das neue Medienkonzept ausgestalten. „Die Kinder sollten erfahren, dass fotografieren in der heutigen Zeit weit mehr ist, als das Handy zu zücken und den Auslöser zu drücken.“ So sind Bilder rund um das Thema Zirkus entstanden, bei dem die Kinder mit Lichtelementen in einem dunklen Raum nur mit der Leuchtquelle ein Bild in die Luft malen. Dabei werden sie fotografiert – mit einer Belichtungszeit von vier Sekunden“, erklärt die Kunststudentin den Ansatz. „Es war faszinierend zu beobachten, wie die Kinder plötzlich sämtliche Lichtquellen suchten und damit vor der Kamera experimentierten. Dabei lösten sie sich immer mehr vom dem Figurativen und erprobten sich mehr im eigenen prozessorientierten Handeln.“

Eines der vielen Werke aus dem Projekt mit dem Namen „Wunderlich(t)“, bildet nun die letze Ausstellung in der „Keimzelle“, bevor diese im Zuge des Rathausneubaus mit abgerissen wird (WN berichteten). „Ein Dank geht deswegen auch an Schulrektorin Andrea Winter und die Vorsitzende des Kulturforums Bernadette Lammerding, die die letze Ausstellung ermöglichten“, dankte Jana Weigelt-Harth.

Und auch Schulleiterin Andrea Winter und die Klassenlehrerin Helma Vogel zeigten bei der Ausstellungseröffnung, wie stolz sie auf die Arbeit der Klasse waren. „Das ist ein toller Start in unsere anstehenden Zirkustage. Und auch, dass ihr Euch für das Motiv ,Fahrrad auf dem Hochseil‘ entschieden habt, finde ich toll. Ist es doch nicht nur für Euch ein stetiger Begleiter im Alltag, sondern ein prägendes Symbol und Fortbewegungsmittel in unserer Region“, betonte Andrea Winter, und ihre Kollegin lobte noch einmal, wie gut ihre Klasse mitgearbeitet hat.

Wie sehr die Klasse 4a das Projekt und die Zeit mit der Kunststudentin gemocht hat, wurde bei den vielen dankbaren Worten deutlich: „Danke, dass Du immer so tolle Fotos gemacht hast“, oder „Deine Ideen waren immer echt gut“ waren nur ein Teil des insgesamt sehr positiven Feedbacks.

Das Kunstwerk „Wunderlich(t)“ ist noch bis zum 30. Juni in der Keimzelle zu bewundern. Zudem wird versucht, im Januar eine weitere Ausstellung in La Folie zu organisieren. Auch zur Zirkuswoche vom 18. bis 23. Juni, Montag bis Samstag, werden die Werke ausgestellt, dann in der Ambrosius-Grundschule.

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