Ostbevern auf die Zukunft vorbereiten
Quartier „fit“ für die Zukunft machen

Ostbevern -

„Der Kern wird modern – gemeinsam Richtung Zukunft“: Das Quartierskonzept in Ostbevern geht voran.

Freitag, 08.06.2018, 16:28 Uhr

Markus Parac (l.) zeigte den Besuchern die Ergebnisse der Bürgerbefragung auf.
Markus Parac (l.) zeigte den Besuchern die Ergebnisse der Bürgerbefragung auf. Foto: Anne Reinker

Wohl dem schönen Sommerwetter war es geschuldet, dass bei dem Workshop-Abend im Rahmen des Quartierskonzepts die meisten Stühle in der Kulturwerkstatt leer waren. Markus Parac von der „energielenker Beratungs GmbH“ konnte so die Ergebnisse aus der Fragebogenaktion nur einem kleinen Kreis vorstellen.

Mit der Erstellung des Konzepts „Der Kern wird modern – gemeinsam Richtung Zukunft“ beschäftigt man sich aktiv bereits seit einigen Monaten. Das Quartier der erweiterten Ortsmitte umfasst eine Fläche von etwa 60 Hektar, auf der über 500 Wohn- und Geschäftsgebäude stehen. Gut 2000 Bürger wohnen in diesem Bereich.

Nach einer Ortsbegehung und Analyse der energetisch-städtebaulichen Ausgangslage beschäftigte man sich nun mit der Auswertung der Bürgerbefragung. Demnach möchte ein Großteil der dort Wohnenden auch im Alter zu Hause leben. Die Gebäude, zu einem guten Teil vor den 1970/80er Jahren erbaut, sind jedoch nur vereinzelt barrierefrei geschaffen. „Zudem gibt es ein hohes energetisches Einsparpotenzial“, berichtete Markus Parac. Sicherlich mehrere Gründe, sich mit der Zukunft des Eigenheims, aber auch mit Umplanungen im Quartier zu beschaffen. Im Weiteren bedarf es einer Aufwertung der Gemeindeflächen, wie die Bürgerbefragung ergab. „Zum Beispiel mit Grünflächen“, erklärte Parac.

Um das Quartier „fit“ für die Zukunft zu machen, waren daher Serviceangebote für ein eigenständiges Leben im Alter sowie Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und dem Angebot von altengerechten Wohnformen neben einer Verbesserung der Busverbindungen weit oben auf der Wunschliste.

Nach den Ausführungen des Referenten diskutierten die Besucher die Ergebnisse. Die Steigerung der Attraktivität und Atmosphäre des Ortes lagen ihnen besonders am Herzen, es wurden einige Ideen geäußert. Der Workshop war, trotz der geringen Beteiligung, der letzte Baustein mit aktiver Bürgerbeteiligung. „Die Diskussion hatte aber, obwohl wenige Bürger da waren, sehr viel Substanz“, stellte Jürgen Schneider, Fachbereichsleiter der Gemeinde, im Anschluss fest.

Das Büro „energielenker“ wird die Ergebnisse nun auswerten und im nächsten Monat dem Umwelt- und Planungsausschuss vorstellen. Danach wird man entscheiden, welche der Impulse im Quartier umgesetzt werden können.

Beschäftigen wird man sich mit dem Thema Mobilität darüber hinaus. Am Donnerstag, 26. Juli, will man im Rahmen der Sommersandkasten-Aktion das Modell „Carsharing“ vorstellen, zudem wird der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) das Lastenrad präsentieren.

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5802199?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F129%2F
Toter aus dem Kanal geborgen
Einsatz im Stadthafen: Toter aus dem Kanal geborgen
Nachrichten-Ticker