Mehr Vielfalt auf Ostbeverns Flächen
Mehrere Blütenmeere

Ostbevern -

Im Umwelt- und Planungsausschuss ging es auch um mehr naturnahe Flächen. Vertreter der Gemeinde berichteten, dass sie bereits 7000 Quadratmeter entsprechend bearbeitet worden. Auch ist vorgesehen, weitere kleinteilige Flächen wie diverse Obstwiesen zu bearbeiten.

Mittwoch, 13.06.2018, 16:23 Uhr

Zwischen altem und neuen Nordring ist eine der Flächen, die von der Gemeinde zum blühen gebracht werden soll. Und auch in die Streuobstwiesen (kl. Bild: Rückseite Friedhof) werden zukünftig mehr Aufmerksamkeit bekommen
Zwischen altem und neuen Nordring liegt eine der Flächen, die von der Gemeinde zum Blühen gebracht werden soll. Und auch die Streuobstwiesen werden zukünftig mehr Aufmerksamkeit bekommen Foto: Rohling

Gut Ding will Weile haben, so ein altes Sprichwort. Und so war die Fraktion der Grünen im Umwelt- und Planungsausschuss am Ende zufrieden, dass immer mehr in Sachen Renaturierung und Insektenschutz in der Bevergemeinde (WN berichteten) geschieht.

Zuvor hatte Alfred Wichmann-Bischof von der Gemeinde aufgelistet, was die Gemeinde seit der letzten Diskussion rund um die Thematik zu naturnäheren Privatgärten wie auch Gemeindeflächen veranlasst hat. „Inzwischen sind rund 7000 Quadratmeter entsprechend bearbeitet worden. Dafür wurde der vorhandene Grasbewuchs abgetragen, die Flächen wurden frisch gefräst und eine die Ansaat wurde durchgeführt“, berichtet er. Die dabei bearbeiteten Flächen seien entlang der Baugebiete „Vogelpohl/Arenwiese“ am alten Nordring, am Regenrückhaltebecken im Baugebiet Kohkamp II sowie im Gewerbegebiet Nord entlang eines Gehölzstreifens am Wirtschaftsweg. Das verwendete Saatgut sei eine Mischung, die sehr gut in die Region passe, allerdings nun Zeit benötige, um sich zu entwickeln.

Auch ist vorgesehen, weitere kleinteilige Flächen wie zum Beispiel die Obstwiese „Am Rathaus“, die Obstwiese „Am Friedhof“ und die Obstwiese „Josef-Annegarn-Weg“ zu bearbeiten. „Während die größeren Flächen unschwer mit Maschinen und Geräten bearbeitet werden konnten, wird auf den Obstwiesen der Einsatz von kleinerem Gerät sowie vermehr Handarbeit notwendig sein“, führt Alfred Wichmann-Bischof weiter aus. „Wir stehen hier in engem Kontakt mit dem NABU, der uns sowohl bei der Auswahl der Sorten als auch bei der Pflege unterstützt.“

Die anwesenden Ausschussmitglieder aller Parteien waren sich im Großen und Ganzen einig, dass die Bestrebungen der Gemeinde in die richtige Richtung gehen. „Wir brauchen bei den Maßnahmen Geduld sowie ein gesundes Augenmaß und sollten die Gemeinde nun erstmal arbeiten lassen“, sagte Georg Verenkotte von der FDP. Ulrich Lunkebein (Grüne) ergänzte, dass es nun wichtig sei, die Menschen zu sensibilisieren. „Die Blumen – für manchen vielleicht auch Unkraut – müssen auch mal stehen gelassen werden. Auch wenn es vielleicht ,nicht schön‘ für den einen oder anderen aussehen mag.“ Die Grünen bemängelten allerdings, dass die privaten Flächen immer seltener naturnah gestaltet werden würden. „Auch die Imker in der Gemeinde stöhnen, dass immer mehr Gärten mit Kiesbetten gestaltet werden“, so Lunkebein. Zudem würden Gräben und Grünstreifen zu oft gemäht. Das wiederum konterte allerdings Wichmann-Bischof: „Wir von der Gemeinde müssen auch darauf achten, dass der Verkehr nicht behindert wird und Ecken nicht uneinsehbar werden.“ Da müsse am Ende immer der Weg in der Mitte gesucht werden – zum Wohle aller.

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