Ländliches Wegenetz in Ostbevern
„Ganz schlecht sieht es nicht aus“

Ostbevern -

Der Zustand des Wegenetzes in Ostbevern könnte schlechter sein. Das wurde in der Ratssitzung deutlich.

Freitag, 12.10.2018, 18:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 12.10.2018, 18:00 Uhr
Bernd Mende (2.v.l.) und Eduard Schwarz (r.) von der „Ge-Komm“ wurden von Bürgermeister Wolfgang Annen (l.) und Kämmerer Dr. Michael König begrüßt.
Bernd Mende (2.v.l.) und Eduard Schwarz (r.) von der „Ge-Komm“ wurden von Bürgermeister Wolfgang Annen (l.) und Kämmerer Dr. Michael König begrüßt. Foto: Flockert

Das ländliche Wegenetz der Gemeinde Ostbevern sei „in einem recht guten Zustand“, griff Kämmerer Dr. Michael König in seinen einleitenden Worten vorweg, bevor Bernd Mende und Eduard Schwarz von der „Ge-Komm“, der Gesellschaft für kommunale Infrastruktur aus Melle, in der Ratssitzung die Ergebnisse ihrer Ist-Erhebung des „Ländlichen Wegenetzes“ präsentierten.

Bernd Mende bestätigte, was König schon angedeutet hatte: „Wir haben in alle Ecken und Winkel des Wegenetzes geschaut. Ganz schlecht sieht es nicht aus.“

Das belegen auch die Ergebnisse der Analyse, die von Eduard Schwarz präsentierte. 128 Wirtschaftswege mit einer Gesamtlänge von 310 Kilometern wurden erfasst. 234 Kilometer befinden sich in Gemeinde-, 50 Kilometer in Privateigentum. Von diesen sind 185 Kilometer befestigt, 25 unfestigt und 23 wassergebunden. Die Untersuchung hat ergeben, dass 5,3 Kilometer in Ordnung sind. Beim überwiegenden Teil – 202 Kilometer – sind lediglich Einzelmaßnahmen erforderlich, um sie in einen ordentlichen Zustand zu versetzen. Bei 18,4 Kilometern Länge ist allerdings eine Gesamtsanierung erforderlich.

Die „Ge-Komm“ empfiehlt, 170 Kilometer, so wie sie derzeit sind, zu erhalten. Das sind mehr als drei Viertel des Wegenetzes. 13 Kilometer sollten saniert werden. 33 Kilometer müssten umgebaut werden. Acht Kilometer sollten zurückgebaut werden, weil sie keinen Zweck mehr erfüllen.

Nun müssen Verwaltung und Politik Prioritätenlisten erstellen, welche Wege zuerst angepackt werden sollen. Die „Ge-Komm“ hat ihnen dafür Karten mit Handlungsempfehlungen für jeden einzelnen Weg an die Hand gegeben.

Was allerdings schreckt, sind die immensen Kosten die auf die Gemeinde zukämen. Wollte die Gemeinde in den kommenden fünf Jahren 179 Kilometer Wirtschaftswege „im Status quo erhalten“, müssten pro Jahr 645 000 Euro aufgewendet werden. Fördergelder sind nicht zu erwarten.

Mehrere Ratsmitglieder mahnten an, dass nun zügig ein Zeitplan für die Wirtschaftswegesanierung erstell werden sollte. Doch Bürgermeister Wolfgang Annen und Dr. Michael König wollten sich nicht drängen lassen. Jetzt gelte es, erst einmal die Ergebnisse zu analysieren und in Ruhe zu verarbeiten. Dann müsse ein „Soll-Konzept“ (König) erarbeitet werden.

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