Friedhof Ostbevern
Positive Zwischenbilanz

Ostbevern -

Die Gestaltung des Friedhofes in Ostbevern wurde in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Planung bei einem Vor-Ort-Termin ausführlich diskutiert. Dabei ging es nicht nur darum, was bei der individuellen Grabgestaltung in Zukunft zugelassen sein wird.

Sonntag, 14.10.2018, 20:00 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 14.10.2018, 20:00 Uhr
Die Gestaltung des Friedhofes in Ostbevern wurde in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Planung bei einem Vor-Ort-Termin ausführlich diskutiert.
Die Gestaltung des Friedhofes in Ostbevern wurde in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Planung bei einem Vor-Ort-Termin ausführlich diskutiert. Foto: Sebastian Rohling

In der vergangene Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Planung hatten sich die Mitglieder auf dem Friedhof der Bevergemeinde getroffen, wollten sie doch aus erster Hand und direkt vor Ort erfahren, was es mit der umfassenden Sitzungsvorlage auf sich hatte.

Josef Göcke vom Fachbereich III und zuständig für die Friedhofsverwaltung führte die Anwesenden, gemeinsam mit Rainer Woltering und Ludger Preckel, über das Gelände, das seit nunmehr rund eineinhalb Jahren in der Trägerschaft der Gemeinde ist. „Aus der Praxis heraus haben sich uns einige Fragen und Punkte ergeben, die wir ihnen gerne mitteilen wollen“, führte Josef Göcke in die Thematik ein.

Unter anderem sollen für die Bestattung von totgeborenen Frühgeburten auf der so genannten „Sternenkinder“-Grabfläche keine Gebühren erhoben werden. Die derzeitige Gebühr für die Bestattung einer Tot- oder Frühgeburt beträgt 185,16 Euro. Diese Bestattungskosten würden zukünftig von der Gemeinde übernommen.

Ein anderes diskutiertes Thema war, im hinteren Bereich im Umfeld der Skulptur „Der Sonnengesang“ eine Fläche für Gemeinschaftsgräber mit Dauerpflege für Urnen- und Erdbestattungen freizugeben. Die Verantwortlichen teilten mit, dass aufgrund von Anfragen und Gesprächen festgestellt worden sei, dass verstärkt der Wunsch nach pflegeleichten Gräbern für Erd- und Urnenbestattungen bestehe. Bislang gibt es lediglich ein Gemeinschaftsfeld für Urnenbestattungen, das durch den Friedhofsgärtner gepflegt wird.

Zusammen mit dem Friedhofsgärtner sollte eine Idee für eine Gemeinschaftsgrabanlage entwickelt werden. Dazu werden von der Verwaltung noch Beispiele aus den umliegenden Kommunen zusammengetragen. Die Kosten für die Planung und die gärtnerische Gestaltung einschließlich Wegebau einer Gemeinschaftsgrabanlage sind in den kommenden Haushalten zu berücksichtigen.

Dementgegen sei die Nachfrage nach einem Bereich, der nur für muslimische Bestattungen freigegeben ist, nicht vorhanden. Aufgrund der momentan fehlenden Nachfrage nach Grabflächen für muslimische Bestattungen, empfiehlt die Verwaltung deswegen, zum gegenwärtigen Zeitpunkt von der Gestaltung eines derartigen Grabfeldes Abstand zu nehmen. Bei der zukünftigen Belegung von Grabstellen sollte allerdings darauf geachtet werden, dass der bislang noch nicht für Bestattungen genutzte nordwestliche Friedhofsbereich für diesen Zweck, soweit möglich, freigehalten wird.

Die Verantwortlichen haben sich dafür aber für die Möglichkeit des Vorerwerbs von Grabstätten ausgesprochen. Aufgrund der bislang gemachten Erfahrungen ist davon auszugehen, dass unter Berücksichtigung der zurückgegebenen Gräber, für die das Nutzungsrecht abgelaufen ist, und dem vermehrten Wunsch nach einer Beisetzung in einem flächensparenden Urnengrab, in den nächsten Jahren keine Belegungsengpässe auftreten werden. Es sollte die Möglichkeit eröffnet werden, bereits vor Eintritt eines Bestattungsfalles das Nutzungsrecht für eine Grabstätte erwerben zu können.

Auch Möglichkeiten eine Rückgabe von Gräbern vor, beziehungsweise nach 25 Jahren, stand zur Debatte. So erklärten die Anwesenden zur Rückgabe nach Ablauf von 25 Jahren: Bislang wurde von der Kirchengemeinde ein Nutzungsrecht von 30 Jahren vergeben. Die nun in Kraft getretene gemeindliche Friedhofssatzung sieht zeitlich übereinstimmend mit der nun festgelegten Ruhefrist eine Nutzungszeit von 25 Jahren vor. Analog zur nun geltenden Ruhe-/Nutzungszeit wird auf Antrag von Nutzungsberechtigten einer vorzeitigen Rückgabe von Grabnutzungsrechten nach Ablauf von 25 Jahren zugestimmt. Dafür wird keine Ausgleichsgebühr erhoben, da diese Grabstätten ohne zeitliche Verzögerung wieder neu belegt werden könnten. Eine anteilige Erstattung der gezahlten Nutzungsgebühren erfolgt nicht.

Außerdem handelt es sich bei der Anwendung dieser „Kulanz“-Regelung lediglich um eine Übergangszeit bis zum Jahr 2021, wurde zu bedenken gegeben.

Wer ein Grab aber früher zurückgeben möchte, der müsse eine „Ausgleichsgebühr“ zahlen. Denn eine Wiederbelegung einer Grabstätte kann aufgrund des abzuwartenden Zersetzungsprozesses des Leichnams frühestens nach 25 Jahren erfolgen.

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