Dreharbeiten für TKKG-Film auf dem Internat von Schloss Loburg
Ein Loburg-Shirt für Tom Schilling

Ostbevern -

Mitten in den Ferien ist im Internat von Schloss Loburg richtig was los. Dort finden zurzeit Dreharbeiten für einen TKKG-Kinofilm statt. Hunderte Statisten, darunter auch Schüler, Lehrer und Mitarbeiter des Internats, stehen dafür mit vor der Kamera.

Donnerstag, 25.10.2018, 15:40 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 19.10.2018, 23:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 25.10.2018, 15:40 Uhr
Etliche Jugendliche aus der Gemeinde sind bei den TKKG-Drehtagen an der Loburg als Statisten dabei.
Etliche Jugendliche aus der Gemeinde sind bei den TKKG-Drehtagen an der Loburg als Statisten dabei. Foto: Anne Reinker

Pärchen, die sich vor der Kulisse des Loburger Schlosses und im Park ablichten lassen, sieht man immer wieder. Auch ein paar Szenen für einen Film wurden hier schon mal gedreht. Dass Kameras aber 14 Tage am Stück auf dem Gelände laufen, hat Premiere. Kurz vor den Herbstferien begannen die Arbeiten für einen TKKG-Kinofilm. Mit dabei: mehrere hundert Statisten aus der Schülerschaft, dem Kollegium und den Mitarbeitern.

Ermittlerquartett

Für viele TKKG-Fans dürfte dieser Film heiß ersehnt sein, erzählt er doch die Geschichte, als sich das Ermittlerquartett, bestehend aus Tim, Klößchen, Karl und Gaby, im Internat kennenlernt und seinen ersten Kriminalfall löst. Erfunden wurden die Geschichten rund um die Detektivbande vom Schriftsteller Rolf Kalmuczak unter dem Pseudonym Stefan Wolf. Für die Verfilmung entschied sich das Produktionsteam für das hiesige Gymnasium.

Das Team ist sehr von der Höflichkeit der Schüler beeindruckt

Schulleiter Dr. Oliver Niedostadek

Macht der Schlossplatz der Schule sonst in der Ferienzeit eher einen ausgestorbenen Eindruck, herrscht hier nun ordentlich Gewimmel. „Hier ist richtig was los“, sagte Dr. Oliver Niedostadek mit Blick auf die Filmarbeiten. Kein Wunder, denn die Loburg, die sogar im Filmgeschehen ihren Namen behalten wird, ist Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Das Interesse, daran mitzuwirken, war groß, wie der Internatsleiter erzählte. „Auch außerhalb der Loburger Schülerschaft gab es Bewerbungen“, so Niedostadek. Ein Auftritt der Big Band, in der einige der Mitglieder für ihren Einsatz mit Perücken, Make-up und passender Kleidung ausgestattet wurden, ist ebenso eingebunden.

„Über eine reine Statistenrolle hinweg geht es bei Rainer Kunert“, verriet Niedostadek über das Mitwirken des Bandleiters und Lehrers. Dieser habe eine kleine Sprechrolle bekommen. Einige professionelle Schauspieler sind bei den örtlichen Dreharbeiten ebenfalls dabei. Etwa Tom Schilling („Unsere Mütter, unsere Väter“, „Das Adlon“ oder „Der gleiche Himmel“), Antoine Monot („Tech-Nick“) und Trystan Pütter, bekannt unter andrem aus „Ku´damm 56“ oder „Kommissarin Heller“.

Professionelle Schauspieler

Was Niedostadek besonders freute: „Tom Schilling wollte sogar ein T-Shirt der Loburg haben, weil ihm das Logo so gut gefällt.“ TKKG sind Ilyes Moutaoukkil (Tim), Lorenzo Germeno (Willi aka Klößchen), Manuel Santos Gelke (Karl) und Emma-Louise Schimpf (Gaby). Weitere Mitwirkende sind etwa Milan Peschel und Laura Tonke.

Der Eindruck des Internatsleiters über das komplette Geschehen fällt rundum positiv aus. „Die Filmcrew ist sehr zuvorkommend und kümmert sich“, meinte er. Das habe ihn sehr beeindruckt. Das scheint gegenseitig zu sein, wie Niedostadek erfuhr. „Das Team ist sehr von der Höflichkeit der Schüler beeindruckt“, sagte er. „Es fällt ihnen auf, wie positiv die Stimmung hier ist.“ Das sei für die Crew erfahrungsgemäß nicht immer so.

Der Aufwand für die Loburg, als Drehort für einen Kinofilm zur Verfügung zu stehen, ist groß und wohl nur während der Ferienzeit zu realisieren. Viele Dinge müssten abgestimmt werden mit dem laufenden Betrieb, etwa durchzuführende Arbeiten in einigen Räumen, wie Niedostadek berichtete. Auch die Geräuschkulisse, etwa von der Schulglocke oder vom Sportplatz, muss beachtet werden.

Schwarzwaldzimmer umgestrichen

Gedreht wird an vielen Orten: im Schloss, im Park, in der Aula oder auch im Schwarzwaldzimmer. „Das war aber nicht wiederzuerkennen, es wurde extra dafür umgestrichen“, verriet Niedostadek, dass der Raum im Film dem Schuldirektor dient. Nach dem Dreh wurde es natürlich von der Produktionsfirma wieder in den ursprünglichen Zustand gesetzt. Eine Szene wurde an der Schlosswand gedreht, an der sich die Protagonistin, in diesem Falle aber eine Stuntfrau, herabseilt. „Da ist mir schon beim Zuschauen schlecht geworden“, erzählte Dr. Oliver Niedostadek.

Darauf, wie das Ganze später im Film herüberkommt, darf man gespannt sein. Sicher ist aber eins: Die Loburg, und damit natürlich auch etliche Statisten, werden oft zu sehen sein. In die Kinos kommt der Film am 6. Juni 2019. „Über eine Sondervorstellung für uns wird nachgedacht“, stellte Niedostadek in Aussicht. Ansonsten werde man es unterstützen, dass die hiesigen Mitwirkenden in den Genuss des Filmes kommen. „Insgesamt“, so das vorläufige Resümee von Dr. Oliver Niedostadek „ist das eine großartige Sache für die Loburg.“ Sollte es eine weitere TKKG-Verfilmung geben, sei man gerne wieder dabei.

Das Drehbuch stammt von Peer Klehmet, Regisseur Robert Thalheim war als Ko-Autor tätig. TKKG ist eine Produktion von Kundschafter Filmproduktion GmbH, Delta Film GmbH und Warner Bros. Film Productions Germany. Fördermittel erhält der Film durch das Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH, die Film- und Medienstiftung NRW GmbH, Nordmedia Niedersachsen/Bremen, die FFA Filmförderungsanstalt und den Deutschen Filmförderfonds.

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