Erste musikalische Schritte
Den richtigen Ton getroffen

Ostbevern -

Mit dem Programm „JeKits – Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen“ bekommen Ostbeverns Grundschüler das Fundament für eine spätere musikalische Ausbildung. Unabhängig von den persönlichen Voraussetzungen soll jedem Kind das Erlernen eines Instruments ermöglicht werden.

Donnerstag, 29.11.2018, 15:38 Uhr aktualisiert: 06.12.2018, 14:40 Uhr
Die ersten Jahrgänge beider Grundschulen bekommen mit den JeKits-Programm den Grundstein für ihre musikalische Ausbildung gelegt.
Die ersten Jahrgänge beider Grundschulen bekommen mit den JeKits-Programm den Grundstein für ihre musikalische Ausbildung gelegt. Foto: Anne Reinker

Das Fundament für eine spätere musikalische Ausbildung bekommen zukünftig alle Grundschüler in der Gemeinde. Mit dem Programm „JeKits – Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen“ werden schon die Erstklässler nähere Bekanntschaft mit der aktiv ausgeübten Musik machen. „JeKits“ ist ein kulturelles Bildungsprogramm des Landes NRW. Die Bewerbung der Kooperation aus Ambrosius-Grundschule, Franz-von-Assisi-Schule, der Gemeinde sowie der „Schule für Musik im Kreis Warendorf“ um Förderung war erfolgreich, so dass dieses Projekt umgesetzt werden kann.

„Die zündende Idee kam von Elke Hohage“, betonte Martina Lamour (Franz-von-Assisi-Schule) den Einsatz der Konrektorin. „Schnell kam dann die Idee, beide Schulen einzubinden“, fügte Andrea Winter (Am­brosius-Grundschule) hinzu. Im Kreis sind mittlerweile 18 Schulen im Programm, landesweit beteiligen sich etwa 100 Einrichtungen. „Das Ziel ist es, möglichst viele Kinder an Musik heranzuführen“, erläuterte Bürgermeister Wolfgang Annen . Unabhängig von den persönlichen und sozioökonomischen Voraussetzungen ist das Programm darauf ausgerichtet, allen Kindern das gezielte Musizieren und Erlernen eines Instruments möglich zu machen. „100 Prozent aller Schülerinnen und Schüler können so versorgt werden“, erklärte Antje Günther , „JeKits“-Koordinatorin der „Schule für Musik“. „Das ist auch ein großes Gemeinschaftserlebnis für die Kinder“, ist sie sich sicher.

Seit Beginn des Schuljahres musizieren nun alle ersten Jahrgänge im jeweiligen Klassenverband, begleitet von einer Lehrerin und der Musikpädagogin Sarah Bitting. Das Kennenlernen von Blockflöte, Querflöte, Saxonett, Gitarre, Geige und Cello sind seitdem fest im Stundenplan verankert. Im zweiten Schuljahr kann dann weiterer, gezielter Unterricht folgen. „Dann werden die Kinder auf das Spiel im Ensemble vorbereitet“, freut sich Musiklehrer Peter Ebbing bereits auf die ersten kleinen Konzerte. Das zweite „JeKits“-Jahr ist freiwillig und kostenpflichtig. Familien mit geringem Einkommen können eine finanzielle Unterstützung erhalten.

Auf Nachhaltigkeit ist das Programm ausgelegt. „40 bis 50 Prozent der Kinder können langfristig für Musikunterricht begeistert werden“, berichtete Antje Günther. Nicht nur die Schulen werden sich darauf vorbereiten müssen, auch die Gemeinde sieht zusätzlichen Raumbedarf, der bislang schon aufgrund der steigenden Schülerzahl erwartet wird. „Das ist Aufgabe der Politik“, sagte Wolfgang Annen. Im nächsten Jahr werde man zielgerichtet planen und dabei den Bedarf durch den Musikunterricht einbinden, in 2020 sollen die Baumaßnahmen losgehen.

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