„Plant for the planet“ in Ostbevern
Dieses Pflänzchen wächst ganz langsam

Ostbevern -

„Plant for the planet“ wird die Bevergemeinde auch im kommenden Jahr weiter beschäftigten. Denn ausgehend vom Kinder- und Jugendwerk sollen schon in 2019 erste Bäume gepflanzt werden.

Mittwoch, 26.12.2018, 14:00 Uhr aktualisiert: 26.12.2018, 14:44 Uhr
Aufforstungsprogramme können ein Mittel sein, um dem Klimawandel etwas entgegenzusetzen. Auch in der Bevergemeinde sollen Pflanzprogramme initiiert werden.
Aufforstungsprogramme können ein Mittel sein, um dem Klimawandel etwas entgegenzusetzen. Auch in der Bevergemeinde sollen Pflanzprogramme initiiert werden. Foto: dpa

Lisa Hermanns , die derzeit eine Ausbildung als Erzieherin im KJW macht, hat bereits einmal an einer sogenannten Akademie der Stiftung teilgenommen, die sich mit Fragen zum Klimawandel befasst, in erster Linie nur Kinder anspricht – und von ihnen federführend geleitet und organisiert wird – und mit Baumpflanzaktionen etwas gegen den drohenden Klimawandel machen will.

Sie stellte den Anwesenden gleich mehrere Konzepte beziehungsweise Bausteine vor, die sich das Team des KJW überlegt hat. „Zum einen ist da das Konzept von ,Wir wachsen zusammen – Ostbevern pflanzt‘, so unser vorläufiger Projektname. Dabei handelt es sich um ein eigenständiges Konzept“, fing sie an. Demnach liege dabei der Fokus auf einem ganzheitlichen, umweltorientierten Konzept, an dem nicht nur Kinder, sondern die ganze Gemeinde teilnehmen könnte – und auch sollte.

„Ziel ist hier ganz klar, dass die Kinder am Ende pflanzen wollen, von sich aus. Und dafür ihre Eltern mit ins Boot holen.“ Dafür könnten auch diverse Kooperationen mit den Schulen und Vereinen entwickelt werden. „Dafür nutzen wir das ,Netzwerk Jugendarbeit‘, das wir mit in die Planung von ,Wir wachsen zusammen‘ mit einbeziehen wollen, spielen die Vereine doch nicht nur in der Lebenswirklichkeit der Kinder, sondern der ganzen Gemeinde eine große Rolle“, ergänzte Attila Repkeny, pädagogischer Leiter des KJW. Am Ende sollte sich dann auch jeder um seine Pflanzen kümmern.

Auch die Möglichkeit einer zertifizierten Akademie nach „Plant for the planet“ wurde von Lisa Hermanns vorgestellt. „Bei allem Erfolg, die die 2007 vom neunjährigen Felix Finkbeiner gegründete Schülerinitiative vorweisen kann. Ob sie für uns das Richtige ist, ist fraglich.“ Denn die Aktion würde sich nicht nur nicht auf die Gemeinde, sondern auch das Umland beziehen, benötigt mindestens 80 Teilnehmer und hätte keine Folgeprojekte. Sie sei mit mehreren Tausend Euro, nur um die Aktion im Namen der Stiftung durchzuführen, auch nicht gerade kostengünstig.

Die Anwesenden hatten aber weniger Sorge um die Kosten. „Wir wollen ja ein Bewusstsein bei uns in der Gemeinde schaffen. Deswegen finde ich die Variante mit den Vereinen sehr gut“, sagt Bürgermeister Wolfgang Annen. Etwas, dass Heinz-Josef Zumhasch ( SPD ) zwar begrüßte, aber: „Ich hatte seinerzeit ja die Idee mit dem Pflanzen vorgebracht und finde den Ansatz von Felix Finkbeiner, so viele Bäume wie möglich zu pflanzen, noch immer sehr charmant. Ich finde auch den anderen Vorschlag nicht schlecht. Würde mir aber dann wünschen, dass der Klimaaspekt auch entsprechend herausgearbeitet wird und dass alles etwas mehr durchgestylt wird, um möglichst viele Menschen dafür zu begeistern.“

In Richtung des Teams des KJW ergänzter er dann, dass sich die SPD auch gerne an der Planung des Konzeptes, gemeinsam mit den anderen Vereinen, beteiligen würde. Darauf entgegnete Bernhard Everwin: „Ich weiß ja nicht, wie eure Satzung ist, aber die CDU ist kein Verein. Deswegen würden wir uns bei der Planung nicht beteiligen und uns da voll und ganz auf die Arbeit der Vereine verlassen und freuen uns, wenn da am Ende ein nachhaltiges Dorfkonzept bei rauskommt.“

Und auch Anja Beiers (Grüne) sagte in Richtung KJW: „Wir verlassen uns da ganz auf euch und freuen uns, wenn wir dann am Ende an der Aktion mit teilhaben können.“ Wichtig war den Vertretern aus Politik und dem KJW nur, dass nichts übers Knie gebrochen wird, auch wenn Heinz-Josef Zumhasch betonte, dass er sich über ein zeitnah ausgearbeitetes Projekt sehr freuen würde. „Die nächste Pflanzsaison ist erst wieder im frühen Herbst“, beruhigte Annen. Und bis dahin sollte es eine für alle zufriedenstellende Projektierung geben, die dann langfristig ihre Wurzeln in der Gemeinde schlägt – und am Ende nicht nur für mehr Bäume in der Region, sondern auch für ein allgemein verbessertes Umwelt- und Klimabewusstsein in Ostbevern sorgt.

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