Schüler machen mobil
Kampf gegen Müll und Vandalismus

Ostbevern -

Schüler der Franz-von-Assisi-Grundschule sowie Vertreter der weiterführenden Schulen aus Ostbevern haben sich überlegt, wie langfristig die Verschandelung und Vermüllung des Platzes rund um die auf dem Grundstück der Grundschule stehenden Waldhütte verhindert werden kann.

Dienstag, 29.01.2019, 08:00 Uhr
Bei der jüngsten Schulparlamentssitzung in der Franz-von-Assisi-Grundschule ging es darum, wie langfristig die Verschandelung und Vermüllung des Platzes rund um die auf dem Grundstück der Grundschule stehenden Waldhütte unterbunden werden kann.
Bei der jüngsten Schulparlamentssitzung in der Franz-von-Assisi-Grundschule ging es darum, wie langfristig die Verschandelung und Vermüllung des Platzes rund um die auf dem Grundstück der Grundschule stehenden Waldhütte unterbunden werden kann. Foto: Martina Lamour

Die Ereignisse des vergangenen Halloween-Festes werfen ihre gruseligen Schatten bis in diesen Monat. Denn nach dem Fest war der Platz an der kleinen Hütte hinter der Franz-von-Assisi-Grundschule übersät mit Müll und Scherben. „Das war der vorläufige traurige Höhepunkt“, erinnert sich Schulleiterin Martina Lamour . Ständig werde rund um die Waldhütte Abfall gefunden und es fänden sich Spuren von Vandalismus. „Das wollten unsere Schüler nicht länger hinnehmen. So kam es, dass unser Schulparlament Ende vergangenen Jahres in einer Sitzung beschlossen hatte, sowohl dem Bürgermeister, als auch den Schülervertretungen und Schulleitern der Josef-Annegarn-Schule sowie des Gymnasium Johanneum einen Brief zu schreiben, in dem sie auf die Situation aufmerksam machen wollten.“

Die Resonanz auf den Brief übertraf alle Erwartungen der Schüler. Nicht nur, dass alle ihnen geantwortet hatten. Sie zeigen den Grundschülern auch, dass sie ihr Thema ernst nehmen sind und an ihren jeweiligen Schulen durch die Klassen gegangen sind und dafür geworben haben, dass wenn ihre Mitschüler sich schon auf dem Grundstück der Grundschule treffen, sie dann doch wenigsten ihren Müll wieder mitnehmen und nichts zerstören. „Am meisten hat uns aber gefreut, dass Schülervertreter beider weiterführenden Schulen zu unserer jüngsten Schulparlamentssitzung gekommen sind, um gemeinsam Lösungsansätze zu diskutieren“, sagt Martina Lamour.

Die Ergebnisse der Sitzung sind mitunter drastisch. So wird unter anderem seitens der Schüler überlegt, eine Kamera zu installieren. „Einer fragte sogar, ob nicht ein Stacheldraht aufgestellt werden könnte“, so Lamour. Aber auch weniger radikale und besser umzusetzende Lösungen wurden vorgeschlagen. So soll unter anderem die Polizei gebeten werden, häufiger mal nach dem Rechten zu sehen. Auch ein kleiner Zaun wurde angedacht, damit die Unruhestifter nicht mehr so schnell über die Beverbrücke abhauen können.

„Die Schülervertreter werden die Thematik aber auch noch einmal im Rahmen des anstehenden Bildungs-, Generationen- und Sozialausschusses (BGSA) im ,Bericht der Jugendlichen‘ vortragen“, erklärt die Schulleiterin weiter. Die Schüler hoffen so noch weitere Ideen sammeln zu können.

 

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