Gymnasium Johanneum in Ostbevern
„Hier beginnt der Bewusstseinswandel“

Ostbevern -

Weihbischof Dr. Stefan Zekorn zeichnete das Gymnasium Johanneum mit dem Zertifikat „Öku-faire Einrichtung“ aus.

Freitag, 08.02.2019, 18:00 Uhr
Die Einsatzbereitschaft der Loburger wurde von Weihbischof Dr. Stefan Zekorn, der das Zertifikat als „Öko-Faire Einrichtung“ des Bistums Münster überreichte, ausgiebig gelobt.
Die Einsatzbereitschaft der Loburger wurde von Weihbischof Dr. Stefan Zekorn, der das Zertifikat als „Öko-Faire Einrichtung“ des Bistums Münster überreichte, ausgiebig gelobt. Foto: Anne Reinker

Pionierarbeit leisten die Schülerinnen und Schüler der Loburg. Denn ihre Einrichtung ist die erste Schule im Bistum Münster, die mit dem Zertifikat „Öku-faire Einrichtung“ ausgezeichnet wurde. Am Donnerstag fand dies durch Weihbischof Dr. Stefan Zekorn statt. Er lobte das große Engagement aller Beteiligten zugunsten der Umwelt.

„Den Kopf einschalten, dem Bauch folgen“, so heißt es in der Kampagne des Bistums. Damit fordert es auf, mit Genuss und Verstand die „Zukunft einzukaufen“. Dies ist ein Aspekt, mit dem aktiv Umweltschutz betrieben werden kann.

Es sei ein Gespräch mit einem Umweltwissenschaftler gewesen, das ihn angeregt habe, dass auch mit dem Glauben in Sachen Klimaschutz geholfen werden könne, erzählte Dr. Stefan Zekorn. „Ja, klar, der christliche Glaube kann helfen“, meinte er. Die Welt könne als Schöpfung Gottes betrachtet werden. Dies gebe einen anderen Blick auf die Welt. „Gott hat uns die Welt als einen Garten geschenkt“, so der Geistliche im Weiteren. Dieser müsse gehegt werden, um die Früchte zu ernten. Er dürfe nicht ausgebeutet werden.

Dr. Stefan Zekorn lobte die Aktiven der Loburg: „Hier beginnt der Bewusstseinswandel.“ Dies sei sehr bedeutend, gebe es doch dadurch „neue Perspektiven“. Das Zertifikat mit dem Slogan „Zukunft einkaufen“ sei „kein Gag“, so der Redner. Denn mit dem richtigen Einkauf bestimme man auch die Zukunft. Dazu gehöre es, die passenden Mengen einzukaufen, damit weniger weggeworfen werden müsse. „Das gilt auch für Klamotten“, sagte Zekorn. Saisonale wie auch regionale Produkte zu wählen und fair gehandelte und biologisch angebaute Lebensmittel zu bevorzugen, seien einige Möglichkeiten. Eine weitere ist der weitgehende Verzicht auf Fisch und Fleisch, denn: „Wir essen viel mehr, als die Welt verträgt“, sagte der Weihbischof.

Die Loburger Schüler, Lehrer, Erzieher und weitere Mitarbeiter setzen sich mit etlichen Maßnahmen und konkreten Ergebnissen für den Umweltschutz ein. In der Küche etwa werden zu einem großen Teil regionale und saisonale Lebensmittel verarbeitet, ein Wasserspender wurde installiert, Sammelstellen für alte Handys eingerichtet, das Biotop und der Kräutergarten gepflegt, Bäume gepflanzt und einiges mehr. „Umweltdetektive“ unter den Kindern gehen noch weiteren Möglichkeiten für den Umweltschutz auf die Spur. Mehrere Gruppen fanden sich zusammen, um Projekte umzusetzen, fair gehandelte Produkte im Schulalltag zu etablieren und eine Fahrradaktion zu organisieren. Das Blockheizkraftwerk darf in diesem Rahmen natürlich nicht vergessen werden. Alles Maßnahmen, die in einem Film zusammengefasst wurden und die nun offiziell anerkannt wurden. „Es lohnt sich auf jeden Fall“, betonte Hauptorganisator Jan-Dirk Frönd, der die kleine Feierstunde gemeinsam mit Schülerin Violetta Riedel musikalisch eröffnete.

Die Urkunden als „Öko-Faire Einrichtung“, die Michael Bertels als Schulleiter sowie Dr. Oliver Niedostadek als Internatsleiter entgegen nehmen durften, bestätigten das Umweltmanagement der Loburg. Sie hat nicht nur die Vorreiterstellung unter den Schulen im Bistum inne, sondern ist auch die größte Einrichtung, die bisher zertifiziert wurde.

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