Mehr Vielfalt in der Mitte
Multikulti mitten im Zentrum

Ostbevern -

Die Gemeinde Ostbevern spricht sich dafür aus, die „KulturWerkstatt“ zu einem Dorfgemeinschaftshaus, einem multikulturellen Zentrum, auszubauen. Ein entsprechend wichtiger Schritt dahingehend ist der in der Sitzung des Bildungs-, Generationen- und Sozialausschusses gemacht worden.

Freitag, 15.02.2019, 09:30 Uhr
Im Entwurf des Haushaltsplanes sind im Bereich „Kulturförderung, Heimatpflege“ für die Jahre 2019 und 2020 Mittel in Höhe von insgesamt 385 000 Euro für die durchzuführenden Maßnahmen an der Kulturwerkstatt veranschlagt worden.
Im Entwurf des Haushaltsplanes sind im Bereich „Kulturförderung, Heimatpflege“ für die Jahre 2019 und 2020 Mittel in Höhe von insgesamt 385 000 Euro für die durchzuführenden Maßnahmen an der Kulturwerkstatt veranschlagt worden. Foto: Rohling

Bevor der Umbau der „KulturWerkstatt“ zu einem multikulturellen Dorfgemeinschaftshaus Thema im jüngsten BGSA (Bildungs-, Generationen- und Sozialausschuss) wurde, gab es für alle Ausschussmitglieder, die es einrichten konnten, eine Führung durch das aktuelle Gebäude, um vor Ort zeigen zu können, was Verwaltung und Bürgerschaft für die insgesamt veranschlagten rund 442 000 Euro – inklusive Mehrwertsteuer – alles in allem bekommen könnten, würden wirklich alle Wünsche und Ideen berücksichtigt.

Das in die Jahre gekommene Gebäude soll nun Saniert werden. Für den Bau sind dabei 143 000 Euro, für die Technik 61 000 Euro und für die Sanierung der Ausstattung 82 000 Euro, in einer ersten Berechnung und unter Berücksichtigung aller Wünsche der Mietparteien und nutzniesenden Vereine und Institutionen ausgegeben worden. Vorgestellt wurden die Zahlen von dem durch die Verwaltung beauftragten Planungsbüro „Göttker & Schöfbeck“, die sich mit der baulichen Situation, insbesondere hinsichtlich der Toilettenanlagen und den Aspekten Barrierefreiheit sowie Brandschutz auseinander gesetzt hat und erste Überlegungen zu Papier gebracht hat. Bezüglich des Brandschutzes wurde ein Brandschutzingenieur um Stellungnahme gebeten.

Letztere, hat vorgegeben, dass, wenn das Obergeschoss entsprechend ausgebaut wird, eine zweite Feuer-Fluchtmöglichkeit gegeben sein muss. Daher ist geplant, dass auf der von der Straße abgewandten Seite eine Feuertreppe außen am Gebäude installiert wird.

Nach den Sanierungsmaßnahmen soll das dann entstandene multikulturelle Zentrum neben den bekannten Angeboten wie dem offenen Atelier, Mal-, Zeichen- und Bastelkursen, der kleinen Theaterwerkstatt, Trommelgruppe, Fotokreis sowie Angebote des Kulturforums Ostbevern und von „OK.OstbevernKultur“, der Gleichstellungsbeauftragten, des Ökumenischen Bildungswerkes, von VIBO (Verein zur Förderung der Inklusion für Menschen mit Behinderung in Ostbevern) sowie von ROCCO (Rüstiger Oldie Computer Club Ostbevern) auch weitere Gruppen und Angebote beherbergen. Diesbezüglich sind in den vergangenen Monaten zahlreiche Gespräche mit den aktuellen Nutzergruppen, aber auch mit Interessenten geführt worden, die dort gerne ebenfalls Angebote unterbreiten würden. Denkbar sind unter anderem Vortragsveranstaltungen, Seminar- und Weiterbildungsangebote (Integrations- und Sprachkurse) seitens der Volkshochschule Warendorf, Beratungsangebote für Flüchtlinge in allen Lebenslagen durch Ehrenamtliche sowie ein zentraler Treffpunkt und eine Anlaufstelle (TrIO).

Das Projekt „Weiterentwicklung der „KulturWerk­statt“ zu einem multikulturellem Zentrum“ wurde für eine Förderung bei „8 Plus – VITAL.NRW“ angemeldet. Der Vorstand hat sich in seiner Sitzung am 27. November 2018 grundsätzlich für eine Förderung des Projektes ausgesprochen und eine maximale Fördersumme von 150 000 Euro in Aussicht gestellt.

Da die Förderung im Rahmen von „VITAL“ jedoch grundsätzlich nachrangig erfolgt, hat die Verwaltung Gespräche mit Vertretern der Bezirksregierung Münster mit dem Ziel geführt, dieses Projekt im Rahmen des „Dorferneuerungsprogramms NRW“ zur Förderung anzumelden. Eine grundsätzliche Förderwürdigkeit werde demnach gesehen. Der Förderantrag ist spätestens bis zum 28. Februar bei der Bezirksregierung Münster einzureichen. Die Fördersumme beträgt maximal 250 000 Euro. Im Entwurf des Haushaltsplanes sind im Bereich „Kulturförderung, Heimatpflege“ für die Jahre 2019 und 2020 Mittel in Höhe von insgesamt 385 000 Euro für die durchzuführenden Maßnahmen an der Kulturwerkstatt veranschlagt worden.

Im BGSA wurde die Verwaltung damit beauftragt, zur Umsetzung der notwendigen Maßnahmen einen Antrag auf Gewährung einer Zuwendung aus Mitteln der Dorferneuerung bei der Bezirksregierung Münster zu stellen.

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