Tipps für Gartengestaltung
Naturnah und pflegeleicht

Ostbevern -

Dass das Thema naturnaher Garten auch für Ostbevern von Bedeutung ist, haben die diversen Anträge in den vergangenen Ausschusssitzungen gezeigt. Zudem wird es in Kürze einen Abend gehen, bei dem verschiedene Fachreferenten über die Möglichkeiten und Vorteile dieser Gartenform berichten.

Samstag, 02.03.2019, 12:00 Uhr
Gerade nach den kalten Monaten kann ein naturnaher Garten den Insekten helfen, neue Energie zu tanken, wie hier die Bienen an den Krokussen.
Gerade nach den kalten Monaten kann ein naturnaher Garten den Insekten helfen, schnell neue Energie zu tanken, wie hier die Bienen an den Krokussen. Foto: Rohling

Wie kann Naturschutz zu Hause aussehen? Und welche Rolle spielen dabei die Gärten – und insbesondere die Vorgärten.

Die Fraktion der Grünen in Ostbevern hatte die Debatte bereits in den vergangenen Fachausschüssen zum Thema gemacht. Dabei hatten sie unter anderem vorgeschlagen, dass für die Neubaugebiete schriftlich festgehalten wird, dass Vorgärten nur aus Steinen und Schotter, sogenannte Steingärten, nicht zulässig sein dürften. „Steine und Kies heizen um zwei bis sechs Grad mehr auf als begrünte Flächen. Zudem bleiben am Ende weniger Freiräume für Pflanzen und Tiere“, sagte Jochem Neumann , Fraktionsvorsitzender der Grünen, unter anderem beim vergangenen Umwelt- und Planungsausschuss zu den immer häufiger in Ostbevern zu sehenden „Schotterpisten“. In der gleichen Sitzung hatten die Grünen unter anderem auch noch einen Antrag zu einer Baumschutzsatzung gestellt und den Antrag auf „Ostbevern torffrei“ gestellt. Mittels dieses Gesamtpaketes wollten sie auf die ökologischen Herausforderungen vor Ort hinweisen – es wurden aber alle Anträge abgelehnt. Unter anderem auch mit dem Argument, dass man nicht der Meinung sei, mit Verboten und Restrektionen in dieser Angelegenheit weiterzukommen, hieß es seitens der CDU-Fraktion, die ihrerseits einen Informationsabend zu diesem Themenkomplex geplant hat.

Die Grünen hatten auch angeregt hatten, bei bereits errichteten Steingärten zu überprüfen, inwieweit Gestaltungsfestsetzung gemäß dem Bebauungsplan eingehalten worden ist – oder eben nicht. Aber auch dieser Antrag wurde abgelehnt, da er in seiner Komplexität und der aktuellen Personaldecke der Verwaltung nur schwer umsetzbar wäre. Zumal dann nicht nur auf die Steingärten geachtet werden dürfte, sondern alle Gestaltungsfestsetzungen geprüft werden müssten.

Am Donnerstag, 14. März, findet die Informationsveranstaltung der CDU statt, zu der alle Bürger eingeladen sind. Beginn ist um 19.30 Uhr in der Gaststätte „Alte Post“, Hauptstraße 32. Nach einer kurzen Einführung durch den Fraktionsvorsitzenden der CDU und Vorsitzenden des Umwelt- und Planungsausschusses, Hubertus Hermanns, werden Stephan Grote von der NABU-Naturschutzstation Münsterland und ein Vertreter der Firma „Gartenmacher“ Niedermeier fachlich versiert das Thema beleuchten. „Praxisbeispiele und Planungsansätze für naturnahe Gärten werden vorgestellt und Sie können Ihre Ideen dazu einzubringen. Grün im Garten bewirkt viel Positives beim Klima- und Artenschutz sowie bei der Minimierung der ,Aufheizung‘ im Wohnumfeld, Sauerstoffproduktion und Bindung von CO, Lebensraum und Nahrung für Insekten und vielem mehr. Gründe, die für eine naturnahe Gartengestaltung sprechen und vielen nicht bewusst sind“, lädt Hubertus Hermanns zu der Veranstaltung ein und betont: „Für Rückfragen und Anregungen stehen wir gerne zur Verfügung und weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich um eine rein fachliche Informationsveranstaltung für alle Interessierten handelt und nicht um eine politische oder parteipolitische Veranstaltung.“

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