Blühwiesenpatenschaften in Ostbevern-Brock
Adaption einer erfolgreichen Idee

Brock -

Es gibt immer weniger Insekten. Das liegt unter anderem auch daran, dass ihnen der natürliche Lebensraum abhanden gekommen ist. Erich Eichholt und Alfons Wonnemann möchten nun etwas für die Artenvielfalt tun. Aus einem Feld am Rand von Brock soll eine Blühwiese werden. Bürger können Patenschaften übernehmen.

Freitag, 08.03.2019, 17:39 Uhr
Erich Eichholt und Alfons Wonnemann (v.l.) wollen auf einer Fläche in Brock ein Insektenparadies realisieren.
Erich Eichholt und Alfons Wonnemann (v.l.) wollen auf einer Fläche in Brock ein Insektenparadies realisieren. Foto: Sebastian Rohling

Ganz angetan von der Idee des Telgters Martin Breuer ( WN berichteten), haben sich jetzt Landwirt Alfons Wonnemann und Imker Erich Eichholt überlegt, das Konzept zu kopieren und in Brock ebenfalls eine eigene Blühwiese für Insekten auszusäen. „Als ich von Martin Breuer gehört habe, wie groß die Resonanz war, dachte ich, oder vielmehr wir, dass das doch auch in Brock möglich sein sollte“, nennt Alfons Wonnemann die Initialzündung.

Um was geht es? Vom Insektensterben ist vielerorts die Rede. „Den Tieren, und damit meine ich nicht nur die Honigbiene, sondern alle Insekten, fehlen ihre natürlichen Lebensräume“, sagt Imker Erich Eichholt. „Eine Blühwiese, wie wir sie hier planen, könnte dem, zumindest ein wenig, entgegenwirken.“ Zumal die Insekten wieder als Nahrung und die Wiese als Schutz für Vögel und Niederwild dienen würden.

Rund anderthalb Kilometer vom Ortskern entfernt, am Münsterdamm, soll auf einer Fläche von 0,75 Hektar (7500 Quadratmeter) Platz für eine Blühwiese zur Verfügung gestellt werden. Auf dieser Fläche soll eine bunte Wildmischung ausgesät werden. Das Ziel ist es, dass vom Frühling bis zum Herbst die ganze Zeit über verschiedene Pflanzen blühen. Ist die eine verblüht, blüht die nächste, sodass die Insekten das ganze Jahr über davon profitieren.

Wie bei ihrem „Vorbild“ aus Telgte auch, ist ihre Idee, die Bürger mit sogenannten Blühpatenschaften an der Aktion zu beteiligen. 50 Euro kostet das Ganze für eine 100 Quadratmeter große Parzelle pro Jahr. Dafür kümmern sich die Initiatoren um die Vorbereitung der Fläche, die Aussaat und alles andere. „Jede Familie, aber auch jeder Unternehmer kann sich beteiligen und so aktiv etwas für den Artenschutz tun“, erklären sie. Am Rand des Feldes soll dann ein Schild installiert werden, auf dem alle Beteiligten namentlich erwähnt werden.

Wer Interesse hat, eine Blühpatenschaft zu übernehmen, der sollte sich möglichst bald, spätestens aber bis zum 21. März, denn schon Anfang April soll gesät werden, bei Alfons Wonnemann, E-Mail blueflaechen.wonnemann@web.de oder ✆ 01 51/17 45 15 35, melden.

Es wird darauf hingewiesen, dass es sich am Ende nicht um ein Selbstpflückerfeld handeln wird. Die Fläche soll lediglich für das menschliche Auge etwas her machen. Ansonsten ist der Sinn der Aktion einzig zu Gunsten der Insekten geplant und gedacht.

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