Mehr Mobilität in der Bevergemeinde
Voller Strom voraus für mehr Mobilität

Ostbevern -

Auftakt und Infoveranstaltung zum neuen Carsharing-Angebot in Ostbevern.

Freitag, 15.03.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 17.03.2019, 13:36 Uhr
Dr. Michael König, Sylvia Niedziella und Klaus Hüttmann (re. Bild v.l.) brachten den Interessierten das „Teilauto“ theoretisch und praktisch näher.
Dr. Michael König, Sylvia Niedziella und Klaus Hüttmann (re. Bild v.l.) brachten den Interessierten das „Teilauto“ theoretisch und praktisch näher. Foto: Anne Reinker

Steht das eigene Auto die meiste Zeit unbenutzt in der Garage, weil ein Zweitwagen vorhanden ist oder man viele Wege mit dem Fahrrad erledigen kann? Fast könnte man also auf ein Auto verzichten, aber eben nur fast. Eine Möglichkeit des Carsharing, also die zeitweilige Nutzung eines Fahrzeuges, bietet nun der Beckumer Anbieter „Teilautos“. Am Donnerstag informierten die Verantwortlichen über das System und dessen Tarife.

In der Bevergemeinde soll das E-Auto, ein Renault Zoe, an der Ladestation am K+K-Parkplatz stationiert werden. „Für viele ist das bestimmt noch etwas Fremdes“, meinte Sylvia Niedziella , Mitarbeiterin des Anbieters. „Aber es ist schnell zu erlernen“, versprach sie. Ein Umdenken der Fahrzeugbesitzer müsse stattfinden, aus ökologischen wie auch finanziellen Gründen, so die Sprecherin. Und man sollte sich die Frage stellen: „Brauche ich wirklich selber ein Auto?“

Die Nutzung soll ebenfalls einfach sein: Nach der Registrierung über eine App (einmalig 25 Euro) kann das Fahrzeug online über einen Kalender gebucht werden. Der Zugang zum Auto ist dann zu diesem Zeitpunkt mit dem Smartphone möglich, der Schlüssel befindet sich im Auto.

Verschiedene Tarifmodelle stellte Sylvia Niedziella vor. Je nach zurückgelegten oder geplanten Distanzen wird abgerechnet von monatlich 2,50 Euro bis hin zu fast 20 Euro. Der Kilometerpreis beträgt von 18 Cent für Vielfahrer bis zu 30 Cent. Auch der Stundenpreis findet sich in der Tabelle wieder. Diese Kosten beinhalten sämtliche Kosten: Strom, Reinigung, Reparaturen und Wartung. Der Tarif ist jederzeit wechselbar.

Auch von Jugendlichen im begleiteten Fahren kann das Carsharing genutzt werden. Neben Privatpersonen aber auch von Kommunen, Vereinen und Firmen. Mitfahrgemeinschaften können ebenfalls gebildet werden. „Selbst wenn Sie das Auto nur an drei Tagen die Woche nutzen, lohnt es sich“, sagte Sylvia Niedziella.

Zur Buchung riet sie: „Planen Sie Ihre Fahrten zeitlich großzügig ein, denn es wird nur die tatsächliche Nutzung berechnet.“ Eine komplette Ladung des E-Autos macht eine Strecke von 200 Kilometern möglich, erklärte Niedziella. „Die meisten, die das Auto nutzen, sind im Umkreis unterwegs“, sei ihre Erfahrung.

Mehrere Fragen kamen bei den knapp 30 Besuchern auf. Was ist etwa, wenn man das Fahrzeug mit einer Beschädigung übernimmt? Man hoffe auf ein gewisses Vertrauen, so die Rednerin. Sie riet aber, das Auto vor der Fahrt zu begutachten und eine Beschädigung direkt dem Betreiber mitzuteilen. „Was ist, wenn ich etwas im Fahrzeug vergessen habe?“, so die Frage einer Interessierten. „Dann muss man sich neu registrieren, um daran zu kommen“, war die Antwort von Sylvia Niedziella.

Nach den Ausführungen im Edith-Stein-Haus konnten die Besucher das Fahrzeug auf dem Kirchplatz in Augenschein nehmen und sich die Nutzung per Handy erklären lassen.  

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