Jazzfestival in Ostbevern
Jazzige Chansons und jazziger Pop

Ostbevern -

Beim zweiten Abend von „She‘s got the Jazz“ in der Aula der Josef-Annegarn-Schule wird es melodisch. Der Konzertsamstag des Jazzfestivals am 23. März ist der Veranstaltungsteil, bei dem erlebt werden kann, wie gut der Jazz für die Ohren ist, wenn er sich mit Chanson und Pop verbindet.

Sonntag, 17.03.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 18.03.2019, 17:30 Uhr
„Northern Skye“ wird den zweiten Abend des Jazzfestivals eröffnen.
„Northern Skye“ wird den zweiten Abend des Jazzfestivals eröffnen. Foto: Northern Sky

Der Samstag des Jazzfestivals ist der Abend, an dem erlebt werden kann, wie gut der Jazz für die Ohren ist, wenn er sich mit Chanson und Pop verbindet. Zwei Formationen, die mit ihrer Offenheit harmonische Ausrufezeichen setzen, sind das junge Quartett „Northern Skye“ sowie die gestandenen Musiker Susanne Riemer und Wilhelm Geschwind.

Den Anfang macht „Northern Skye“. Die vier Musiker haben sich während des Studiums der Jazzmusik in Enschede kennengelernt. Seit 2014 spielen sie zusammen. Musikalischer Kopf ist Esther Marija Stemmer, Gesang und Komposition, ursprünglich aus der Singer Songwriterszene kommend. Ihre ursprünglich musikalisch rudimentären Kompositionen erhielten durch die Begegnung mit dem Jazz eine wunderschöne Bereicherung. Gespickt mit farbenreichen Akkorden, kleinen, im Kopf hängenbleibenden Melodien, die mit den Songs nicht besser verschmelzen könnten – und das alles mit viel Liebe zum Detail. Ihr Sound atmet die Klarheit des Nordens und den Farbenreichtum des Jazz. „Northern Skye“ bringen mit ihren Wurzeln im Jazz so frischen Wind in die Popmusik. Jeder Song spiegelt eine besondere Atmosphäre, Weite und Schönheit wider, die noch durch einprägende Drum-Grooves und zweistimmigen Gesang zum Ausdruck gebracht wird.

Gemeinsam mit Henning Neidhardt am Klavier, Alex Florin an der Gitarre und Simon Eggert am Schlagzeug leugnet Esther Marija Stemmer nicht die Einflüsse bekannter Größen wie Tori Amos, Björk, Sigur Ros, Fiona Apple oder Soley. Das Ergebnis ist die besonders farbenreiche Note einer Musik, die nicht in alten Schubladen hängenbleibt, sondern die Weite und Offenheit des Nordens spiegelt.

Jahrzehnte Erfahrung als Berufsmusiker ist die richtige Basis einer Begeisterung für leidenschaftlich gemachte Songs. Dafür steht das Kölner Duo Susanne Riemer und Wilhelm Geschwind. Die einzige professionelle Jazztrompeterin Deutschlands studierte an der Folkwang-Hochschule in Essen bei Professor Uli Beckerhoff. Bereits mit 19 Jahren war sie Mitglied im Bundesjazzorchester unter Peter Herbolzheimer, danach musikalische Leiterin der Band der Kabarettreihe „Die Misfits“. Konzerte zur Begleitung der Karlspreisverleihung in Aachen stehen ebenso in ihrer Vita wie ein Auftritt bei Eric Claptons VIP-Geburtstagsfeier nach seinem Konzert in der „Kölnarena“, um nur einige Stationen ihres musikalischen Werdegangs zu nennen. Seit 1999 leitet sie ihr eigenes „Susanne Riemer Quartett“ mit großen Erfolgen im In- und Ausland, „Ohne Zweifel gehört Susanne Riemer zu den kreativsten und originellsten Musikerinnen der europäischen Jazzszene“, so Andreas Geyer in der Zeitschrift „Jazzpodium“.

Ihr Partner Wilhelm Geschwind studierte Musik an der Musikhochschule Köln, wo er die künstlerische Reife „mit Auszeichnung“ erhielt. Von 1980 bis 1984 unterrichtete er als Dozent an der Musikhochschule Aachen und an der Pädagogischen Hochschule Aachen klassische Gitarre. Neben der intensiven Beschäftigung mit klassischer Musik spielen im künstlerischen Werdegang von Wilhelm Geschwind auch Jazz und die Pop- und Rockmusik eine wichtige Rolle. So steht neben seiner klassischen Konzertpraxis auch die langjährige Erfahrung als Bassist in bekannten Bands, als Studiomusiker bei Aufnahmen und als Begleiter von Weltstars, wie zum Beispiel der „Kelly Family“ bei Live-Auftritten und im Fernsehen.

Seit 2017 sind die beiden Ausnahmemusiker ein Duo, das sich der raffinierten Veredlung vertrauter Songs der vergangenen 50 Jahre verschrieben hat. Feine Musik von Hand gemacht. Cool. Stilvoll. Berührend authentisch. In einer Zeit der austauschbaren Einweggrooves, setzen die beiden auf Charakter. Auf echte Spielfreude. Auf Swing, Soul, Sexyness. Getragen von einer virtuosen Leichtigkeit, die das Herz bewegt, weil sie die Seele berührt. Sie spielen virtuos mit den Genres, liebevoll arrangiert und verfeinert vertraute Klänge im Stil des Great American Songbook. Kleine aber atemberaubende Feinheiten. Auch für die Ohren. „Die beiden eigenwilligen Musiker haben sich zu einer kongenialen Einheit verbunden“, so der „Kölner Stadtanzeiger“ im September 2018.

Das Konzert beginnt am Samstag, 23. März, um 19 Uhr in der Aula der Josef-Annegarn-Schule. Karten kosten 18 Euro im Vorverkauf in der Beverbuchhandlung und 20 Euro an der Abendkasse.

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