Zinngießen und plattdeutsches Theater
Saisonauftakt im Heimathaus

Ostbevern -

Neben dem einem Teil des Ensembles der Niederdeutschen Bühnen war auch Werner Winkelsett, ein professioneller Zinngießer, beim Saisonauftakt des Heimathauses in Ostbevern anwesenden.

Montag, 08.04.2019, 16:22 Uhr
Werner Winkelsett (l.) präsentierte zum Saisonauftakt im Heimathaus die Kunst des Zinngießens.
Werner Winkelsett (l.) präsentierte zum Saisonauftakt im Heimathaus die Kunst des Zinngießens. Foto: Reinker

Mit gleich zwei Veranstaltungen wartete der Heimatverein auf: Alte Handwerkskunst traf dabei auf einen Auftritt einiger Akteure der Niederdeutschen Bühne Münster. Dementsprechend viel los war im Heimathaus.

Schon der Zinngießer wurde ausgiebig bestaunt. Werner Winkelsett , der schon mehrere Mal seine Technik der Öffentlichkeit präsentierte, hatte auch dieses Mal sein Equipment ausgepackt. „Ich gehöre nicht zu den professionellen Zinngießern“, erklärte der Ostbeverner. Nichtsdestotrotz konnte Winkelsett seinen Besuchern einiges zeigen.

Unter den Gästen war Miriam Welz, die im September im Heimathaus getraut wird und nun mit ihrem zukünftigen Mann Daniel und Tochter Lara das Können von Werner Winkelsett verfolgte. „Wir haben gehört, dass hier etwas vorgestellt wird“, meinte Miriam Welz. Daher entschloss man sich, eine umfangreiche Besichtigung der Exponate im alten Gemäuer mit der Vorführung des Zinngießens zu verbinden. Für Töchterchen Lara gab es ein kleines Pferd aus Zinn als Erinnerung.

Entstanden ist dies, indem das etwa 350 Grad heiße und dadurch flüssig gewordene Metall in eine Silikonform gegossen wurde. Schon nach der kurzen Abkühlphase wurde deutlich, ob das Werk gelungen war. Die kleinen Figuren wurden so zu schönen Erinnerungen an eine alte Kunst.

Direkt im Anschluss stellte Hermann Fischer von den Niederdeutschen Bühnen den knapp 40 Besuchern die Aktivitäten der münsterischen Institution vor. Dass alle Akteure ehrenamtlich tätig sind, war sicherlich vielen Gästen bekannt, da auch die Ostbeverner Heike und Bernd Artmann mit zum Ensemble gehören. Dass aber auch Stücke wie Goethes „Faust“, Molieres „Der eingebildete Kranke“ in den letzten Jahren oder aktuell sogar Shakespeares „Sommernachtstraum“ in Plattdeutsch aufgeführt werden, war wohl eher unbekannt.

Das das Team der Theaterfreunde sehr professionell agiert, war kurz darauf zu sehen und zu hören. Mit Stücken von Anton Aulke begeisterten sie das Publikum. Es zeigte sich, dass die Mitglieder der Niederdeutschen Bühnen sich vor den Profis sicher nicht verstecken müssen.

Für den unterhaltsamen wie auch informativen Nachmittag dankte Franz-Josef Elberich den Bühnenleuten wie auch Werner Winkelsett.

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