Kein Osterfeuer
Eine Tradition pausiert

Ostbevern -

Trotz öffentlichem Aufruf und diversen Vorschlägen konnte die Kolpingsfamilie Ostbevern keine Fläche ausfindig machen, auf der in diesem Jahr ihr Osterfeuer hätte entfacht werden können. Die Verantwortlichen betonen aber, dass es sich hierbei lediglich um eine Pausierung handeln würde und im nächsten Jahr das Familien-Event wieder stattfinden soll.

Dienstag, 09.04.2019, 13:46 Uhr aktualisiert: 10.04.2019, 13:34 Uhr
Im vergangenen Jahr hatte die Kolpingsfamilie ihr Osterfeuer noch auf einer Fläche in der Dorfbauerschaft entfachen können. Hier wird mittlerweile aber gebaut.
Im vergangenen Jahr hatte die Kolpingsfamilie ihr Osterfeuer noch auf einer Fläche in der Dorfbauerschaft entfachen können. Hier wird mittlerweile aber gebaut. Foto: Reinker

Es ist offiziell. Dieses Jahr wird die Kolpingsfamilie Ostbevern kein Osterfeuer ausrichten. „Wir haben auf der jüngsten Vorstandssitzung beschlossen, dass wir dieses Jahr pausieren werden“, berichtet René Teuber von der Sitzung am Montagabend und betont, dass es sich wirklich nur um eine Pause handele. „Wir wollen die Zeit nutzen und eine geeignete Fläche für das nächste Jahr finden.“

Das Osterfeuer der Kolpingsfamilie Ostbevern blickt auf eine über 40-jährige Tradition zurück. Zuletzt fand das Familienspektakel in der Dorfbauerschaft statt. „Leider ist die Fläche, auf die wir da ausgewichen sind, da die vorherige als Baugebiet ausgewiesen worden ist, nun auch als Baugebiet ausgewiesen. Die Tiefbauarbeiten sind da schon in vollem Gange“, erklärt der Vorsitzende der örtlichen Kolpingsfamilie, warum die Fläche in diesem Jahr nicht zur Verfügung stand.

Auf einen Aufruf in dieser Zeitung hatten sich vor einigen Woche mehrere Menschen gemeldet, die eine vermeintlich geeignete Fläche für ein Feuer dieser Größenordnung bereitstellen könnten, aber: „Es ist ja nicht alleine mit der Fläche getan. Wir wollen ja ein Feuer für die ganze Familie, weswegen wir auch Platz und Anschlüsse für sanitäre Anlagen und einen Imbiss brauchen.“ Zudem müsse die Fläche für Rettungskräfte wie Besucher gut zu erreichen sein. „Wir hatten auch überlegt, ob wir auf die Eiswiese ausweichen. Aber zum einen ist der Boden dort sehr feucht und zum anderen ist die Bever dort sehr nah“, erklärt René Teuber die Sorge, dass in der Dämmerung Kinder ins Wasser fallen könnten, und es keiner mitbekommt.

Für das kommende Jahr wollen die Verantwortlichen aber wieder eine Fläche finden, auf der sie dann die Tradition des Osterfeuers der Kolpingsfamilie fortsetzen können. „Dafür suchen wir eine Fläche, die am besten zentrumsnah ist, damit sie gut mit dem Fahrrad erreichbar ist“, so Teuber. Aber auch außerhalb könnten Flächen interessant sein, wenn sie denn den Anforderungen gerecht würden. „Uns fällt es schwer, das Feuer absagen zu müssen, sind uns aber sicher, dass wir bis zum nächsten Jahr einen schönen neuen Platz gefunden haben.“

Sicher ist derweil, dass sich anders als beispielsweise in Telgte, die Kolpingsfamilie auch weiterhin um die Planung und Organisation kümmern wolle. „In Telgte war es wohl ein Personalproblem, weshalb die Verantwortung an die Landjugend abgegeben worden ist. Bei uns fehlt ,lediglich‘ die Fläche. Alles andere kriegen wir gestemmt.“

 

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