Schulklassen pflanzten mit Paul Verenkotte Kartoffeln
Hoffen, dass die Knollen wachsen

Ostbevern -

In dieser Woche sind wieder die Zweitklässler der beiden örtlichen Grundschulen aus Ostbevern auf dem Hof von Paul Verenkotte gewesen, um ihre eignen Kartoffeln zu pflanzen. Im Herbst, wenn die Schüler in der dritten Klasse sind, werden sie dann zusammen mit dem Landwirt ihre Ernte einholen.

Donnerstag, 11.04.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 12.04.2019, 13:22 Uhr
Paul Verenkotte erläuterte seinen jungen Besuchern alles rund um die tolle Knolle.
Paul Verenkotte erläuterte seinen jungen Besuchern alles rund um die tolle Knolle. Foto: Anne Reinker

Die „tolle Knolle“ nahmen jetzt alle Zweitklässler der örtlichen Grundschulen unter die Lupe. Wie die Kartoffel wächst, welche Produkte aus ihr hergestellt werden können und welche Schädlinge die Ernte beeinflussen können, erklärte ihnen Paul Verenkotte auf seinem Hof. Und es zeigte sich: die Mädchen und Jungen wussten schon ganz gut Bescheid. In dieser Woche besuchten unter anderem die Klassen 2b und 2c der Am­brosius-Schule den Betrieb. Nicht ohne auch Rind, Hund & Co einmal „Guten Tag“ zu sagen.

Ob als Pommes, im Salat oder als knusprige Chips sind die Feldfrüchte den Kindern wohl schon bekannt. Welche Entwicklung die Kartoffeln bis dahin machen müssen, erfuhren die jungen Zuhörer vom Landwirt und daher aus erster Hand.

„Die Kinder waren schon auf dem Weg hierher ganz aufgeregt“, erzählte Lehrerin Kirsten Puffert. In der Scheune berichtete Paul Verenkotte alles rund um den Erdapfel. Interessent fanden die Mädchen und Jungen unter anderem, welche Schädlinge die Ernte mindern können. „Wie heißt denn wohl der Feind der Kartoffel“, wollte Paul Verenkotte von seinen Gästen wissen. „Das ist der Kartoffelkäfer“, wusste eines der Mädchen. Dass der Befall vom Landwirt bespritzt werden muss, machte manche der Grundschüler nachdenklich. „Das ist doch blöd, wenn Lebewesen getötet werden“, meinte ein Junge. Verenkotte wusste Antwort: „Wenn wir nichts dagegen tun würden, müsstest Du Dich statt von Kartoffeln von Käfern ernähren“, sagte der Fachmann. Eine Vorstellung, die den Kindern wohl deutlich machte, welche Notwendigkeit die Behandlung hat. „Wenn es nur einige wenige Käfer sind, brauche ich nichts zu tun“, erklärte Verenkotte im Weiteren. „Aber wenn es ganz viele sind, muss was getan werden.“ Im Gegensatz zu den heutigen Möglichkeiten erzählte der Landwirt von den früheren Arbeiten. „Wir Kinder mussten damals immer dem Vater helfen, und die Käfer mit der Hand einsammeln“, erklärte er. Und das seien mitunter Tausende der Käfer gewesen. „Da galten keine Verabredungen mit Freunden, die Kartoffeln gingen vor“, so der Landwirt.

Auch die weiteren Bedingungen für das gute Wachstum der Feldfrucht erläuterte der Hofbesitzer. Den ersten Schritt dafür machten die Kinder selbst: das Pflanzen der Kartoffeln, in diesem Fall die festkochende Venezia. Schon das Tragen des vollen Korbes begeisterte die Mädchen und Jungen. „Auf das Pflanzen der Kartoffeln freue ich mich am meisten“, sagte der siebenjährige Ole. Wie das im Detail geht, zeigte Paul Verenkotte jedem einzelnen Kind.

Wie viele Früchte die Pflanzen im Herbst tragen, können die Schüler bei der Kartoffelernte erleben, zu der sie dann Paul Verenkotte wiedersehen werden. Ein Kartoffelfest in der Schule wird das Thema dann abschließen.

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