Ostbeverns Rat äußert Unmut
Von Toiletten und Parkplätzen

Ostbevern -

Auf der jüngsten Ratssitzung in Ostbevern wurde unter anderem einstimmig für den bereits im Haupt- und Finanzausschuss gefasste Beschluss einer vollwertigen Behindertentoilette am Rathausneubau votiert. Zudem hat der Bürgermeister mitgeteilt, das die Gemeinde am Gemeinschaftsprojekt „KEEN“ teilnimmt.

Sonntag, 14.04.2019, 12:00 Uhr aktualisiert: 14.04.2019, 12:30 Uhr
Ostbeverns Rat hat getagt.
Ostbeverns Rat hat getagt. Foto: Sebastian Rohling

Eine weiteres Kapitel beim Rathausneubau ist abgeschlossen. Bei seiner jüngsten Zusammenkunft hat der Rat einstimmig dafür votiert, dass das WC neben dem Rathaus-Haupteingang ein vollwertiges Behinderten-WC wird – mit Notruf und Zugang nur mit Euroschlüssel. Bei Veranstaltungen soll das WC aber auch der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden, damit unter anderem Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind, sich nicht in einen Toilettenwagen quälen müssen, der in der Regel nur über Treppenstufen zu erreichen ist. „Wir danken dem Rat und der Verwaltung für diese Entscheidung. Das ist eine gute Lösung für alle“, sagte Theo den Bieman, Vorsitzender des VdK Ostbevern gegenüber dieser Zeitung.

Weniger Einigkeit gab es indes bezüglich des Neubaus an der Hauptstraße 48 bis 54. Nachdem vorgetragen worden war, dass derzeit die umfangreichen Unterlagen beim Kreis Warendorf gesichtet werden, und dass zudem eine Prüfung einer notwendigen Ablösung von Stellplätzen erfolgte, gab es gleich mehrere Bedenkenträger, die sich zu Wort meldeten. Einer war Wilhelm Erpenbeck von der FDP: „Wo sollen denn am Ende die ganzen Autos parken? Bevor das zu einem großen Problem wird, sollte der Bauträger eher einmal darüber nachdenken kleiner zu bauen.“ Und auch Jochem Neumann kann die Prüfung des Kreises nicht nachvollziehen. „Sollte es wirklich zu einer Ablösung von Parkplätzen kommen, dann werden wir in unserer Fraktion das gesamte Konzept noch einmal überdenken“, so der Fraktionsvorsitzende der Grünen. Auch CDU und SPD äußerten ihren Unmut über eine mögliche Ablösung. Am Ende waren sich die Anwesenden aber einig, dass zunächst einmal auf die Antwort aus Warendorf gewartet werden müsse, bevor mögliche weitere Schritte in die Wege geleitet werden.

Im Bericht des Bürgermeisters gab Wolfgang Annen im Rahmen der Ratssitzung ein Update bezüglich des Sachstands „Mobilitätskonzept für Ostbevern“. Demnach beteiligt sich die Gemeinde am Gemeinschaftsprojekt „Kommunales Energieeffizienz Netzwerk (KEEN)“. Als Schwerpunktthema für die Bevergemeinde sei dabei das Vertiefungsthema „Mobilität der Zukunft“ gewählt. „Eine erste Ideenskizze wurde in Zusammenarbeit mit dem Fachbüro ,energielenker Beratungs GmbH‘ erarbeitet und bereits mit der Bezirksregierung abgestimmt, um weitere Fördermöglichkeiten zu eruieren“, sagte Annen.

Darüber hinaus beteiligt sich Ostbevern an dem Projekt „Mobiles Münsterland – Ein Reallabor für Mobilität im ländlichen Raum“, das gemeinsam von „Münsterland e.V.“ und vom Zweckverband SPNV Münsterland (ZVM) koordiniert wird. „Ende des Monats April findet dazu die Auftaktveranstaltung statt“, so der Bürgermeister.

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