Friwo AG Ostbevern
Konzernumsatz geht zurück

Ostbevern -

Der Umsetz der Friwo AG ist im ersten Quartal 2019 gesunken. Dennoch herrscht verhaltener Optimismus bei den Verantwortlichen.

Dienstag, 07.05.2019, 18:00 Uhr
Aufsichtsrat und Vorstand der Friwo AG legten bei der Hauptversammlung in der Gaststätte Mersbäumer den Jahresabschluss vor: (v.l.) Johannes Feldmayer (Aufsichtsrat), Jürgen Leuze (Aufsichtsrat), Rolf Schwirz (Vorstand), Richard Ramsauer (Vorsitzender Aufsichtsrat), Dr. Gregor Matthies (Aufsichtsrat), Uwe Leifken (Aufsichtsrat) und Rita Brehm (Aufsichtsrat).
Aufsichtsrat und Vorstand der Friwo AG legten bei der Hauptversammlung in der Gaststätte Mersbäumer den Jahresabschluss vor: (v.l.) Johannes Feldmayer (Aufsichtsrat), Jürgen Leuze (Aufsichtsrat), Rolf Schwirz (Vorstand), Richard Ramsauer (Vorsitzender Aufsichtsrat), Dr. Gregor Matthies (Aufsichtsrat), Uwe Leifken (Aufsichtsrat) und Rita Brehm (Aufsichtsrat). Foto: Pohlkamp

Die Friwo AG ist verhalten in das neue Geschäftsjahr gestartet. Dabei ist 2019 – wie bereits kommuniziert – für den Hersteller hochwertiger Ladegeräte, Stromversorgungen, Akkupacks, LED-Treiber sowie digital steuerbarer Antriebslösungen ein Jahr des Übergangs. Im Vordergrund steht die Transformation von Friwo vom Produkt- zum Systemanbieter für digital steuerbare, exakt aufeinander abgestimmte Stromversorgungs- und Antriebslösungen aus einer Hand.

Der Konzernumsatz erreichte von Januar bis März dieses Jahres 27,6 Millionen Euro, das sind 18,7 Prozent weniger als der Wert im gleichen Vorjahreszeitraum, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Der Umsatzrückgang sei zum einen auf die schwächere Nachfrage bei Kunden im Bereich Werkzeuge und Gartengeräte zurückzuführen, zum anderen auf die kundenseitige Verschiebung von Projekten und die insgesamt nachlassende Konjunktur in Europa, heißt es weiter. Zudem wirkt sich aus, dass Großkunden aus Gründen der Diversifizierung verstärkt ihre Volumina auf mehrere Power-Supply-Lieferanten verteilen.

Währungsbereinigt, also auf Basis gleicher Vorjahreskurse, lag der Konzernumsatz im ersten Quartal 2019 bei 26,4 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) war im ersten Quartal ausgeglichen – nach plus 1,7 Millionen Euro im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Ergebnisrückgang ist maßgeblich durch den geringeren Quartalsumsatz bedingt. Der Konzern schloss die ersten drei Monate 2019 mit einem Ergebnis nach Steuern von minus 0,2 Millionen Euro ab.

Im ersten Quartal lag ein Fokus bei Friwo auf der Integration des Geschäfts der im Dezember 2018 erworbenen Emerge-Engineering GmbH. Die Gesellschaft entwickelt und produziert technische Komponenten und Softwarelösungen für elektrische Antriebe, durch die nahezu die gesamte Produktpalette von Friwo mit neuen Features und Funktionen weiterentwickelt werden kann.

Nach dem zeitaufwendigen Transfer des Emerge Know-how auf die Friwo-Entwicklungsabteilung sowie auf die Vertriebsmitarbeiter fanden im ersten Quartal 2019 bereits Kundentermine bei marktführenden Unternehmen aus den jeweiligen Zielbranchen statt. Die integrierten Hard- und Softwarelösungen aus einer Hand seien auf großes Interesse gestoßen, heißt es.

Trotz des verhaltenen Starts ins Jahr 2019, der unter den Erwartungen des Vorstands lag, sieht die Firma nach wie vor die Möglichkeit, die Prognose eines nur leicht unter Vorjahresniveau liegenden Konzernumsatzes zu erreichen. Dies setzt jedoch eine deutliche Belebung der Nachfrage im zweiten Halbjahr voraus. Um die erforderlichen Auftragseingänge zu erreichen, arbeitet Friwo intensiv an der Realisierung neuer Projekte mit Bestandskunden wie auch Neukunden.

Wie immer basieren die Umsatz- und Ergebniserwartungen auf der Annahme, dass keine wesentliche Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den für Friwo relevanten Märkten eintreten wird, teilt das Unternehmen abschließend mit.

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