Freiheitsstrafe auf Bewährung
Verstoß gegen das Waffengesetz

Ostbevern -

Ein Ostbeverner ist zu eine Freiheitsstrafe von drei Monaten mit zwei Jahren Bewährung zuzüglich eine Geldauflage von 600 Euro ein, zahlbar in 20 monatlichen Raten an den Hospizverein Warendorf.

Dienstag, 25.06.2019, 14:04 Uhr
Ein Ostbeverner ist zu eine Freiheitsstrafe von drei Monaten mit zwei Jahren Bewährung zuzüglich eine Geldauflage von 600 Euro ein, zahlbar in 20 monatlichen Raten an den Hospizverein Warendorf.
Ein Ostbeverner ist zu eine Freiheitsstrafe von drei Monaten mit zwei Jahren Bewährung zuzüglich eine Geldauflage von 600 Euro ein, zahlbar in 20 monatlichen Raten an den Hospizverein Warendorf. Foto: dpa

Das Erbe seines 2017 verstorbenen, Schusswaffen sammelnden Vaters aus Münster brachte einem ledigen und beruflich selbstständigen Ostbeverner vom Schöffengericht beim Amtsgericht Warendorf am Montag einer Freiheitsstrafe von drei Monaten mit zwei Jahren Bewährung zuzüglich eine Geldauflage von 600 Euro ein, zahlbar in 20 monatlichen Raten an den Hospizverein Warendorf.

Angeklagt wurde der Mann, weil bei einer polizeilichen Durchsuchung des Hauses seiner Eltern, das er mitbewohnt, auf dem Dach aus dem Besitz des Vaters geerbte und von ihm dahin überführte Waffen gefunden wurden. Es handelte sich um ein Repetiergewehr, ein Kleinkalibergewehr, Wechselläufe und Munition. Der Besitz solcher Waffen verstößt gegen das Waffengesetz, wenn der Besitzer keinen Waffenschein oder Jagdschein erworben hat.

Über seinen Verteidiger trug der Beschuldigte vor, dass er lediglich guten Glaubens die Waffen in seinen Besitz übernommen habe, um die Wohnung seines Vaters auszuräumen. Er war der Annahme, dass diese Waffen lediglich zur Dekoration dienen sollten. Sie waren im Übrigen bei einer 2017 von der Polizei durchgeführten Hausuntersuchung bei seinem Vater unmittelbar nach dessen Tod nicht konfisziert (oder nicht festgestellt) worden. Benutzt habe der Angeklagte die Waffen nicht. Mit der Einziehung erklärte er sich der bisher nicht vorbestrafte Mann einverstanden.

Die Staatsanwaltschaft sah den Sachverhalt des billigend in Kauf genommenen widerrechtlichen Besitzes der Waffen als erwiesen an. Sie beantragte eine Freiheitsstrafe auf Bewährung von sieben Monaten mit Bewährung und eine Geldstrafe von 1000 Euro. Der Verteidiger sah den Vorsatz nicht erwiesen, sondern darin nur eine fahrlässige Handlungsweise. Ein Geldstrafe müsse ausreichend sein.

Das Schöffengericht kam hingegen zu dem oben erwähnten Urteil. Es handelte sich um einen minder schweren Fall eines bedingten Vorsatzes.

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