Start des „Sommersandkasten“
Ein Auftakt nach Maß

Ostbevern -

Der „Sommersandkasten“ in Ostbevern beginnt in diesem Jahr sehr international. Los geht es am Donnerstag, 11. Juli, um 16 Uhr.

Mittwoch, 10.07.2019, 13:52 Uhr
Wenn am Donnerstag der Startschuss für die diesjährige „Sommersandkasten“-Aktion fällt, können Interessierte unter anderem auch dasSahber-Kaktusfeigengetränk probieren, das neu im Soritment des „Eine-Welt-Ladens“ ist.
Wenn am Donnerstag der Startschuss für die diesjährige „Sommersandkasten“-Aktion fällt, können Interessierte unter anderem auch dasSahber-Kaktusfeigengetränk probieren, das neu im Soritment des „Eine-Welt-Ladens“ ist. Foto: Rohling

Am Donnerstag, 11. Juli, wird unter anderem die Steuerungsgruppe „Fair-Trade“ den Auftakt für die diesjährigen „Sommersandkasten“-Aktionen, wieder organisiert und geplant von „Ostbevern Touristik“, gestalten.

Neu im Boot ist Ursula Mindermann. Die Telgterin versorgt den „ Eine-Welt-Laden “ in der Bevergemeinde zukünftig mit „Sahber“, einem Getränk, gewonnen aus der Kaktusfeige. „Ziel des Projektes ist es, hier aus der Kaktusfeige ein Getränk in Palästina herzustellen. Damit wird die kulturell wertvolle Pflanze aufgewertet, den Bauern ein Einkommen und eine Perspektive geboten“, erklärt Mindermann und erläutert, dass das Getränk zwar in Deutschland veredelt und verkauft wird, alle anderen Produktionsschritte aber vor Ort und in Hand der Landwirte bleiben würden. „Dadurch wollen wir eine Sensibilisierung für die Situation in Palästina und ein unabhängiges Einkommen für die Menschen vor Ort schaffen.“

An diesem ersten „Sommersandkastentag“ wird aber nicht nur erstmalig das Kaktusfeigengetränk aus Palästina angeboten, das schon es schon heute im „Eine-Welt-Laden“ sowie in der „Beverdeele“ zu kaufen gibt. Es wird noch zahlreiche weitere faire Köstlichkeit zum Probieren geben. So gibt es weiter diverse Säfte, Weine und andere Spezialitäten zum Verköstigen. Ergänzt wird das kulinarische Angebot durch ein buntes Kultur- und Informationsangebot, das zusätzlich veranstaltet wird.

Dass die Steuerungsgruppe „Fair-Trade“ teil der Orga-Gruppe dieses ersten „Sommersandkastens“ ist, ist kein Zufall. Bereits seit sechs Jahren darf Ostbevern nun den Titel „Fairtrade-Gemeinde“ tragen. „Am 10. Juli 2013 wurde unsere Gemeinde erstmalig für ihre Aktivitäten ausgezeichnet und bei der Überprüfung durch den Verein „TransFair“ (Fairtrade Deutschland) nach zwei Jahren konnten wir wiederum alle Anforderungen erfüllen. Nun steht in diesem Jahr erneut die Titelverlängerung an und die verschiedenen Kriterien werden überprüft“, sagt die Sprecherin der Steuerungsgruppe „Fair-Trade“, Margret Dieckmann-Nardmann, die hofft, dass im Rahmen des ersten „Sommersandkastens“ auch die Titelverlängerung verkündet werden kann.

Dass die Steuerungsgruppe guter Dinge ist, hat unter anderem mit den vergangenen sechs Jahren zu tun, in denen sich Ostbevern schon „Fairtrade-Gemeinde“ nennen durfte und sich seitdem das Engagement stetig weiterentwickelt. „Feiern möchten wir aber auf jeden Fall – denn sechs Jahre ,Fairtrade-Gemeinde‘ Ostbevern sind dafür Anlass genug“, teilt die Steuerungsgruppe mit, die gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Integration und dem Kinder- und Jugendwerk ein abwechslungsreiches Programm für den Auftakt auf die Beine gestellt hat.

Wenn der erste „Sommersandkasten“ morgen von 16 bis 22 Uhr auf den Kirchplatz einlädt, wird es gegen 17 Uhr einen Wortbeitrag zur „Fairtrade-Gemeinde“ geben. Die Steuerungsgruppe hofft dabei, dass es dann sogar einen doppelten Grund zur Freude gibt. Denn nur wenige Stunden zuvor wird vermutlich die Zertifizierung der Loburg als „fair-trade-school“ stattfinden. „Dazu war langer Atem der aktiven Lehrer nötig, die auf Schüler und Eltern setzen konnten. Allein geht es nicht. Die Zeichen sehen aber gut für die Zertifizierung aus“, gibt sich die Steuerungsgruppe, bestehend aus Marga Chirazi, Magdalena van Teeffelen, Michaela Weitkamp und Margret Dieckmann-Nardmann optimistisch.

Gäste des ersten „Sommersandkastens“ erwartet ferner Live-Musik mit der Samba-Truppe von „Camposada“, und auch der „Food-Truck Elbén“ hat sein Kommen zugesagt. Dabei handelt es sich um das Projekt „elbén“, das mit der Zubereitung und dem Verkauf des Fast Goods ,Manakish‘ durch syrische Geflüchtete eine Brücke zwischen diesen und in Deutschland beheimateten Menschen bauen will.

Zum Thema

www.ostbevern-touristik.de

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