Faire Schule
Eine rundum faire Sache

Ostbevern -

Das Gymnasium Johanneum ind Ostbevern ist zur „Fair-Trade-School“ ausgezeichnet worden.

Freitag, 12.07.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 18.07.2019, 15:06 Uhr
Carsten Elkmann (l.) vom Verein TransFair hatte die Ehre, die Urkunde zu überreichen
Carsten Elkmann (l.) vom Verein TransFair hatte die Ehre, die Urkunde zu überreichen Foto: Anne Reinker

„ Ihr seid ab heute Fair-Trade-School.“ Dieser Satz aus dem Mund von Carsten Elkmann vom Verein „ TransFair “, sorgte für tosenden Applaus seitens der mehreren hundert Jugendlichen, die dies selber möglich machten. Innerhalb des letzten Jahres hatten die Schülerinnen und Schüler der Loburg gemeinsam mit Lehrern und einigen Eltern die Voraussetzungen für diese Zertifizierung geschaffen. Am Donnerstag wurde dies im Rahmen einer Präsentation der erarbeiteten Projektergebnisse mit der Überreichung der Auszeichnung offiziell belohnt.

Das Siegel „Fairtrade-School“ gibt es nicht geschenkt. Etliches hatte die dafür gegründete Arbeitsgruppe unter der Leitung von Jan-Dirk Frönd zu tun, galt es doch, fünf Kriterien zu erfüllen. Das Schaffen einer Leitlinie, einem sogenannten Kompass, das Angebot und der Gebrauch von mehreren Produkten aus dem fairen Handel im Schulalltag, die Thematisierung im Unterricht sowie verschiedene Aktionen mussten umgesetzt werden. „Darauf haben wir ein Jahr lang hingearbeitet“, freute sich Eugen Nardmann über das Erreichte.

„Die Loburg ist die 617. Fair-Trade-School in Deutschland“, erklärte Carsten Elkmann. „Und die 174. in NRW“, so der Fairtrade-Referent. Er regte an, dass die Schule intensiver mit der Gemeinde kooperieren könne, um noch mehr in dieser Hinsicht erreichen zu können.

Wie notwendig die Einsatzbereitschaft für den bewussten Handel notwendig ist, beschrieb er im Weiteren. „Unsere Art des Konsums beeinflusst das Leben weltweit“, sagte Elkmann. Nach Schätzungen würden im Jahr 2040 über 220 000 Menschen aufgrund des Klimawandels auf der Flucht sein. „Ihr macht etwas dagegen“, lobte Carsten Elkmann die Aktiven.

Bewusster Einkauf heiße nicht nur, den Menschen in den Fairtrade-Ländern ein besseres Leben zu ermöglichen, sondern auch, einen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen.

Viele gute Beispiele dafür hatten die Loburger im Rahmen der Projekttage ausgearbeitet. In über 30 verschiedenen Gruppen, etwa zum Thema „Fair Flowers“ über „Unverpackt“ bis hin zum Bau von ökologisch vertretbaren Fitnessgeräten und Spielwaren, beleuchteten Jung und Alt den Fairtrade-Gedanken von allen Seiten. Das geschah etwa durch Theaterspiele, wissenschaftliche Experimente oder auch mit Interviews. Diese unternahmen sie unter anderem, indem sie 150 Haushalte besuchten. „25 Prozent kannten nicht Fairtrade“, sagte einer der Schüler während der Präsentation. „Wir waren überrascht, dass es so viele sind“, meinte er.

Dass alle Beteiligten dies ändern möchten, steht außer Frage. Am Thema dranbleiben werden sie auf jeden Fall, denn: „Um in zwei Jahren die Zertifizierung bestätigt zu bekommen, muss man weiterhin die Kriterien erfüllen“, sagte Carsten Elkmann.

Gratulationen an die Engagierten sprach Mathilde Breuer aus. „Fairtrade passt zur Loburg, Fairtrade passt zu Ostbevern“, so die stellvertretenden Bürgermeisterin. „Jeder muss bei sich selber anfangen, wenn er was dafür tun will“, regte sie an, weiterhin so engagiert am Ball zu bleiben.

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