Heimathaus: Alte Postkarten zeigen Dorfgeschichte
Fast vergessene Perspektiven

Ostbevern -

Im Heimathaus eröffnet Werner Schubert am Sonntag, 4. August, eine Ausstellung, in der er seine umgangreiche Postkartensammlung zeigt. Zu sehen sein werden alte Ansichten aus Ostbevern.

Donnerstag, 01.08.2019, 19:00 Uhr
Werner Schubert präsentiert im Heimathaus einen Teil seiner umfangreichen Postkartensammlung. Die Ausstellung wird am Sonntag eröffnet.
Werner Schubert präsentiert im Heimathaus einen Teil seiner umfangreichen Postkartensammlung. Die Ausstellung wird am Sonntag eröffnet. Foto: Heimatverein

Ansichtskarten aus dem Urlaub an Freunde, Bekannte oder Kollegen versenden, war bis in die 1980er Jahre die Standardkommunikation für kurze Nachrichten, gesendet auf einem festen Papier, mit Bildern vom Urlaubs- oder Wohnort. Das ist heute bei Nachrichten oder Bilderversand über WhatsApp, SMS oder Internet längst Vergangenheit. Ob man allerdings diese Bilder oder Fotos in 100 Jahren noch wieder reproduzieren kann? Die Mitglieder des Heimatvereins sind davon nicht überzeugt, wie sie in einer Pressemitteilung schreiben.

Bunt und schwarz-weiß

Werner Schubert hat aus der umfangreichen Sammlung von Postkarten mit Motiven aus Ostbevern, eine bunte aber auch schwarz-weiße Auswahl zusammengestellt, die am Sonntag, 4. August, und am Sonntag, 1. September, jeweils in der Zeit von 14.30 bis 17 Uhr im Heimathaus gezeigt wird.

Viele Motive

An Motiven mangelt es nicht. Natürlich dabei sind Schloss Loburg, die St.-Am­brosius-Kirche, auch noch vor dem Umbau in den 1960er Jahren, die Hauptstraße mit der „Alten Post“, die Saxenrast, Burghoffs-Mühle, heute besser bekannt unter dem Namen Kocks-Mühle. Viele Bilder aus dem Ort, die heute nach vielen Baumaßnahmen schon völlig vergessene Perspektiven zeigen, seien es wert, genau angesehen zu werden, teilt der Heimatverein mit.

Der Betrachter muss selbst entscheiden, war es früher alles schöner, idyllischer und besser und hätte man selbst in dem gezeigten Umfeld leben wollen? Da bringt einen das Eintauchen in die Vergangenheit schon ins Grübeln. Zu den Postkarten hat Schubert kurze Informationen erstellt, woraus das Alter der Aufnahme und weitere Details ersichtlich sind.

Geschichte der Postkarte

Schubert eröffnet die Ausstellung im Heimathaus am Sonntag um 14.30 Uhr mit einem kurzen Rückblick auf die Geschichte der Postkarte. Die internationale Weltpostkarte gibt es übrigens schon seit 1874, nach Gründung des Weltpostvereins. Erst 1885 durften dann private Druckereien und Verleger auch Bilderpostkarten, die sogenannten Ansichtskarten, herstellen und vertreiben. Hundertmillionenfach verschickt wurden diese Karten in den Jahren um 1900, das hielt bis in die frühen 1980er Jahre an und ist seither sehr stark rückläufig, da die neuen Kommunikationswege häufiger genutzt werden. Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos und beschert sicher trotz alter Aufnahmen neue Einblicke in die Ortsgeschichte.

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