Wasserspiel
In der Mitte entspringt ein Bach

Ostbevern -

Der Haupt- und Finanzausschuss Ostbeverns tagte und musste zu einer Entscheidung bezüglich des geplanten Wasserlaufs vor dem Rathausneubau eine Entscheidung treffen. Dafür hörten sich die Anwesenden eine Reihe von verschiedenen Vorschlägen an, um am Ende doch bei altbewährten zu bleiben.

Samstag, 14.09.2019, 15:00 Uhr
Der Rathausneubau schreitet mit großen Schritten voran. Noch in diesem Jahr soll im neuen Gebäude die Arbeit aufgenommen werden.
Der Rathausneubau schreitet mit großen Schritten voran. Noch in diesem Jahr soll im neuen Gebäude die Arbeit aufgenommen werden. Foto: Rathaus CAM

Die wichtigste Nachricht gab es vorab, als Hans-Heinrich Witt den anwesenden Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses mitteilte, dass der Rathausneubau im Zeitplan sei. „Und bis jetzt sind wir auch mit den Kosten noch leicht unter Plan.“ Eine Aussage, die am Ende des Abends hinfällig sein sollte.

Einzig der Punkt Rathausneubau stand auf der Agenda, doch der reichte, war die Diskussion um das Für und Wider zum geplanten Wasserspiel lang und intensiv. Diplom-Ingenieur Reinhard Wonnemann , Bauleiter bei der ausführenden Firma Averbeck, hatten für die Anwesenden verschiedene Varianten aufbereitet, die alle unterschiedliche Mehrkosten zur Folge gehabt hätten – mit der Ausnahme eines Fontänenfeldes mit neun Düsen und Frischwasser, was sogar Minderkosten im vierstelligen Bereich bedeutet gehabt hätte. „Alternativ kann man natürlich auch nichts in dieser Hinsicht machen. Kein Wasserspiel, keine Kosten – auch nicht die bereits veranschlagte Summe von rund 50 000 Euro“, führte Wonnemann aus.

Was folgte war eine angeregte Diskussion zwischen Politikern, sachkundigen Bürgern, Architekten, Bauleitung und Verwaltung. Relativ schnell waren sich die Anwesenden dahingehend einig, dass eine Lösung mit Frischwasser, nicht nur angesichts der vergangenen trockenen Sommer, nicht zur Debatte stehen würde. Überhaupt fand ein Fontänenfeld anstatt des Bachlaufes wenig anklang. Die einhellige Meinung, war, dass das nicht das Konzept sei, dem man damals zugestimmt habe.

Um bei dem geplanten Wasserlauf, unter Berücksichtigung der Norm-Spezifikation DIN SPEC 31062 (WN berichteten), kostengünstiger zu machen, wurden Ideen vorgestellt, den künstlichen Bach nur mit zwei statt wie geplant mit drei Feldern zu realisieren. Dadurch hätten sich die Mehrkosten um knapp 10 000 Euro reduzieren lassen können. Nach einer eigens eingelegten Pause, in der sich die Fraktionen noch einmal unter sich austauschen konnten, kristallisierte sich aber eine Umsetzungsmethode deutlich heraus. „Ganz oder gar nicht“, fasste es Sebastian Hollmann (FDP) zusammen und bekam dafür viel Zuspruch. Jochem Neumann (Grüne) sagte: „Dieser Bachlauf ist ein Alleinstellungsmerkmal, das wir vom ersten Entwurf an wollten.“ So fiel die Entscheidung am Ende auch mit überwältigender Mehrheit für die Variante aus, die das Projekt am Ende um mindestens den Faktor zwei verteuert. Wenn dann noch Licht und kleine Wasserfontänen hinzukommen, belaufen sich die Mehrkosten nach ersten Schätzungen auf rund 65 000 Euro.

Die Politiker waren sich einig, dass sie diese Kröte nun schlucken müssten, wenn auch eine spätere Veröffentlichung der DIN SPEC sie vor diesen Mehrkosten bewahrt hätte. Doch der gewünschte Mehrwert und Aufenthaltscharakter des Rathausvorplatzes wäre sonst nicht realisierbar gewesen.

 

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